Sonntagsbäckerei: Süßkartoffel-Pie mit Marshmallow-Baiser

Was für eine geile Schweinerei. Dieser Kuchen, Pie, genauer gesagt, ist gefüllt mit einem saftigen Süßkartoffel-Mus, getoppt von einer pervers leckeren Schickt aus Eischnee und Marshmallow-Creme (die gibt es zum Beispiel beim Kaufhof in der Feinkost-Abteilung). Ein süßer Overkill, amerikanischer geht es fast nicht mehr. Das wäre auch ein gutes Dessert für unser alljährliches Thanksgiving-Dinner, das ich auch dieses Jahr wieder plane. Das Rezept stammt von meinem amerikanischen Lieblings-Kochmagazin Bon Appétit, aus einer wunderbaren Strecke mit allerlei Pies für alle Jahreszeiten. Happy Sunday, people!

SÜSSKARTOFFEL PIE MIT MARSHMALLOW-BAISER
SWEET POTATO PIE WITH MARSHMALLOW MERINGUE
Quelle: Bon Appétit
Zutaten: 
Boden:
150 g Butterkekse, in der Küchenmaschine fein zermahlen
(im Original: Graham Crackers, die gab es aber nicht)
3 EL Zucker
100 g Butter, geschmolzen
Füllung:
ca. 1,3 kg Süßkartoffeln (3 große)
1 Dose gezuckerte Kondensmilch (397 g)
(50 g Zucker) habe ich weggelassen, hat nicht gefehlt
2 Eier, Größe L
2 EL frischer Zitronensaft
1 TL Zimt
1/2 TL Muskatnuss
1 Prise Salz
Marshmallow-Baiser:
1 Glas Marshmallow Creme (z.B. Marshmallow fluff, Feinkostgeschäft)
3 große Eiweiß
1 Prise Salz
50 g Zucker (würde ich beim nächsten Mal weglassen)
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Butterkeks-Krümel und den Zucker in einer Schüssel vermischen. Die geschmolzene Butter untermischen, bis sich die Krümel leicht feucht anfühlen, wenn man sie mit den Fingerspitzen zusammendrückt. Falls sie noch zu trocken sind, etwas mehr Butter schmelzen und unterrühren. Die Mischung in eine runde (Pie-)Form (22 cm Durchmesser) geben und fest andrücken, an den Seiten einen 3 cm hohen Rand hochziehen. Den Boden für ca. 10 Minuten backen, bis er leicht gebräunt ist.
Für die Füllung die Süßkartoffeln mit einer Gabel rundum einstechen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech in den Ofen schieben, ca. 75 Minuten bei 180 Grad backen, bis sie sehr weich sind, wenn man mit der Gabel hineinsticht. Abkühlen lassen, dann aufschneiden und das Innere herauslöffeln. Mit dem Pürierstab zu einem glatten Brei verarbeiten. 500 g davon abmessen, den Rest beiseite stellen und anderweitig verwenden. Den Brei komplett auskühlen lassen, dann mit der Kondensmilch und den übrigen Zutaten für die Füllung verrühren. Die Füllung auf den Pie-Boden geben und bei 180 Grad ca. 50 Minuten backen – bis die Füllung in der Mitte abgesunken und am Rand leicht erhöht ist. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Dann für mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank abkühlen.
Für den Marshmallow-Baiser: Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Marshmallow Creme in eine große Schüssel geben. In einer weiteren Schüssel die Eiweiße und Salz mit dem Mixer steif schlagen. Dann langsam, Löffel für Löffel, den Zucker hinzugeben und weiterrühren, bis der Eischnee sehr steif ist, glänzt und Spitzen bildet. Ein Drittel des Eischnees mit dem Teigschaber in die Marshmallow Creme einarbeiten. Die Creme ist zunächst recht zäh. Dann in zwei Portionen den restlichen Eischnee unterheben. Die Masse auf den Pie geben, in der Mitte leicht erhöht. Mit einem Messer kleine Wellen hochziehen. Den Pie auf der obersten Schiene so lange backen, bis sich die Baiser-Spitzen leicht braun verfärben (ca. 4-5 Minuten). Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen, bis der Baiser Zimmertemperatur erreicht hat.

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Bloggers Liebling: Ottolenghi reloaded

Das Kochbuch Jerusalem von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi wurde ja in der Blogosphäre viel gefeiert. Ich habe es zum Beispiel bei Okka und Steffi gesehen, die Besprechung von Valentinas Kochbuch ist auch euphorisch. Ich selbst besitze bislang von Ottolenghi nur Das Kochbuch und kann es sehr empfehlen (hier habe ich schon mal daraus was gezaubert). Aber seit ich einer Freundin Jerusalem geschenkt habe, werde ich bei Besuchen netterweise öfter von ihr daraus bekocht – und verstehe den Hype. Besonders dieses Rezept, ein Salat mit Süßkartoffeln, Feigen und Ziegenkäse, ist sehr beliebt – vollkommen zu Recht. Denn er sieht nicht nur toll aus, sondern ist auch einfach zu machen und schmeckt fantastisch. Ich habe ihn ein bisschen verändert, denn Mr. B ist leider kein großer Fan von Ziegen(frisch)käse, daher habe ich den durch Ricotta ersetzt (passt super). Und weil es am Markt keine Süßkartoffeln gab („bei der Hitze trocknen die zu schnell aus“), habe ich einen Butternut-Kürbis verwendet (auch ein guter Ersatz). Und aus Faulheit die Balsamico-Reduktion nicht selbstgemacht, sondern eine fertige verwendet. Lecker war es trotzdem.

SALAT MIT SÜSSKARTOFFELN KÜRBIS, FEIGEN UND ZIEGENKÄSE RICOTTA
nach Yotam Ottolenghi, Sami Tamimi: Jerusalem
Zutaten:
(für 2 Pers.)
1 Butternut Kürbis (oder zwei Süßkartoffeln)
1 Bund Frühlingszwiebeln (der Länge nach halbiert und in 4cm lange Stücke geschnitten)
3 frische Feigen, geviertelt
150 g Ricotta (oder Ziegenfrischkäse)
Crema di Balsamico (oder Balsamico mit Zucker eingekocht)
Olivenöl
Chiliflocken
Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Den Kürbis halbieren, entkernen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit 2 EL Olivenöl vermischen, salzen und pfeffern und auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen. Für etwa 20 Minuten backen, bis sie weich sind. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. 2 EL Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen und die Chiliflocken und Frühlingszwiebeln dazu geben. Auf mittlerer Hitze für 4-5 Minuten anbraten, dabei oft umrühren. Die Süßkartoffel auf den Tellern verteilen, die Frühlingszwiebeln darauf verteilen. Den Ricotta darauf geben (ich habe nur etwa 4 große EL verwendet) und mit Crema di Balsamico garnieren.