Sonntagsbäckerei: Einfache Haferflockenkekse

Das Kochbuch „Deliciously Ella“ von Ella Woodward , das es seit Montag auch auf deutsch gibt, hat es in den Amazon-Verkaufscharts mittlerweile schon auf Platz 1 geschafft – zumindest im Bereich „Vollwertküche“. Dabei sieht es so gar nicht nach Vollwert, sondern sehr instagram-hip aus. Wenn man Elisabeth Raether glauben darf, ist das Werk ja mit Vorsicht zu genießen:  „…lassen Sie das Buch nicht in die Hände Ihrer Teenagertochter geraten, sie wird es als perfekte Anleitung zur Essstörung lesen“, schrieb sie kürzlich im ZEIT Magazin in ihrer „Wochenmarkt“-Kolumne. Die im Buch eingestreuten Testimonials versprechen das genaue Gegenteil: „‚Deliciously Ella‘ hat mein Leben verändert. Jetzt bin ich ausgeglichen, gesund und glücklich und habe Freude beim Essen statt Schuldgefühle“, wird zum Beispiel eine Nicola zitiert.
Nunja. Hype und Heilsversprechen sind mir ein bisschen zu viel („Genial gesundes Essen für ein glückliches Leben“ lautet der Untertitel des Buches), aber neugierig auf die Rezepte bin ich trotzdem. Ich habe noch eines davon ausprobiert, die „Einfachen Haferflockenkekse“. Anders als der Titel verspricht, sind die allerdings gar nicht so einfach zu machen, denn man muss dafür erst einmal (so man sich denn genau an das Rezept halten möchte) ein Mandelmus selbst herstellen. Ist das dann jedoch erstmal geschafft, geht der Rest tatsächlich sehr einfach und schnell. Die Kekse sind ganz lecker, allerdings nicht, wenn man keine Bananen mag, denn die schmeckt man doch sehr durch. Und sie sind auch nichts, wenn man fructosefrei leben will, weil sie nicht nur Bananen, sondern auch Ahornsirup enthalten. Aber vegan sind sie, wie die übrigen Ella-Rezepte auch. Bin ich durch diese Kekse glücklicher? Nicht wirklich, aber das ist ja auch vielleicht gar nicht immer so erstrebenswert.

EINFACHE HAFERFLOCKENKEKSE
Quelle: Deliciously Ella. Genial gesundes Essen für ein glückliches Leben (Bloomsbury Berlin)
für ca. 10 große Kekse
Zutaten:
3 große reife Bananen (ca. 400 g)
4 gehäufte EL Mandelmus (siehe Rezept unten)
1 EL Kokosöl, etwas mehr zum Einfetten
4 EL Ahornsirup (Anmerkung: mir reichten 3)
180 g Haferflocken
Zubereitung:
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen (Umluft 180 Grad). Bananen schälen und in eine große Rührschüssel geben. Mit einer Gabel oder dem Pürierstab zerkleinern, bis eine glatte Masse daraus entsteht. Mandelmus, Kokosöl und Ahornsirup hinzugeben und gut verrühren. Dann die Haferflocken unterziehen. Das ergibt eine zähflüssige, klebrige Masse. Ein Backblech mit Kokosöl einfetten (Anmerkung: Diesen Schritt habe ich ausgelassen, ich habe die Kekse auf Backpapier gebacken). Pro Keks einen gehäuften EL Teig auf das Backblech geben, mit den Händen zu runden, flachen Keksen formen. Je dünner, desto knuspriger werden sie. Ca. 18-20 Minuten backen. Nach dem Herausnehmen ca. 5 Minuten abkühlen lassen. In einem luftdichten Behälter bei Zimmertemperatur aufbewahren.

MANDELMUS
Quelle: Deliciously Ella. Genial gesundes Essen für ein glückliches Leben (Bloomsbury Berlin)
Zutaten:
400 g Mandeln
1 Messerspitze Salz
Zubereitung:
Den Ofen auf 220 g vorheizen (Umluft 180 Grad). Mandeln ca. 10 Minuten rösten (aufpassen, dass sie nicht verbrennen – bei mir waren sie schon grenzwertig). Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Mandeln in eine starke (!) Küchenmaschine geben (mein Nutribullet hat die Aufgabe gut bewältigt) und zusammen mit dem Salz etwa 15 Minuten zerkleinern, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Evtl. zwischendurch ein paar Mal die Masse von den Rändern des Behälters abkratzen. In einem luftdichten Behälter oder einem Schraubglas aufbewahren.

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Gazpacho

„36 Grad, und es wird noch heißer… lalalalala, lalala, la, la, la“ Habt ihr in diesen Tagen auch diesen Ohrwurm? Ich jedenfalls kriege den Song von 2Raumwohnung gerade einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich ziehe wirklich meinen (nicht vorhandenen) Hut vor all jenen, die bei diesem Wetter in der Gastronomie arbeiten und vor dem Pizzaofen, am Panini-Grill oder dem Gasherd stehen. Wenn ich in diesen Tagen in der Küche stehe – was nicht so oft vorkommt, schließlich will ja der Sommer genossen werden oder wollen Filme auf dem (heute endenden) Filmfest geschaut werden – jedenfalls, wenn ich dann doch mal in der Küche stehe, dann bleibt die Küche kalt. Ich zerkleinere, wenn es hochkommt, eine Wassermelone, richte einen Salat an – oder greife zum Pürierstab, um eine Gazpacho herzustellen. Das Rezept haben mir Freunde aufgeschrieben, auf deren Balkon ich diese wunderbare kalte Suppe mal vor Jahren gegessen habe. Seitdem mache ich sie immer so. Im Andalusien-Urlaub vor vielen Jahren war die Gazpacho auch immer mein Go-to-Essen am Buffet. Dort konnte man sie immer mit kleinen Toppings verzieren, z.B. mit Paprika- oder Gurkenwürfeln. Sehr zu empfehlen!

GAZPACHO
ca. 4 Portionen
Zutaten:
1 Salatgurke
1 rote Paprika
1 grüne Paprika
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 Chili oder Jalapeno-Ringe aus dem Glas
2 Dosen stückige Tomaten (à 400 g)
3 EL Sherry-Essig oder weißer Balsamico
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
evtl. etwas Gemüsebrühe
Toppings zum Beispiel:
Toastbrot, getoastet und gewürfelt
(grüne) Paprikawürfel
Gurkenwürfel
Feta, zerbröselt
Zubereitung:
Die Gurke schälen und in Scheiben schneiden, in einen Topf oder anderes großes Behältnis geben. Die Paprikas entkernen und in Stücke schneiden (wer mag, schält sie ebenfalls, das soll sie verträglicher machen). Zwiebel schälen und in Stücke schneiden, Knoblauchzehen von der Schale befreien. Das Gemüse mit Chili oder Jalapenos in den Topf geben. Dosen-Tomaten darüber geben (oder frische Tomaten, Tomatensaft o.ä., was man halt so da hat). Essig und Olivenöl dazugeben, alles mit dem Stabmixer pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Mit den Toppings servieren.

Nachtrag: Ich habe gerade gesehen, dass ich dieses Rezept vor zwei Jahren schon mal veröffentlicht habe. Hihi, na sowas. Damals habe ich allerdings nur 1 Dose Tomaten. Aber die aktuelle Variante gefällt mir besser.

Sonntagsbäckerei: Süßkartoffel-Brownies

Am 10. (so steht es auf der Verlags-Website) oder 11. August (so steht es in der Pressemitteilung) erscheint „Deliciously Ella“, das vegane Kochbuch von Ella Woodward, nun auch auf deutsch. Mit dem Untertitel „Genial gesundes Essen für ein glückliches Leben“ kommt es auf im Berlin Verlag heraus. Ich habe es hier ja bereits kurz vorgestellt – und hier bereits ein Rezept daraus ausprobiert. In England ist es das erfolgreichste Kochbuch des Jahres, und es hat auch die New York Times Bestseller-Liste gestürmt. Ich bin gespannt, wie es in Deutschland ankommt. Und wie es übersetzt ist. Beim ersten Reinlesen in die englische Ausgabe bin ich ein wenig über die große Anzahl an Wiederholungen des Wortes „goodness“ gestolpert. Ob Obst, Gemüse oder rohes Kakaopulver – alles voller „goodness“. Stimmt ja auch, ist aber wenig präzise. Vitamine, Antioxidantien – oder was genau macht denn nun besagte „goodness“ aus? Aber egal. Ich mag Ellas Rezepte und ihre Begeisterungsfähigkeit, ihre Freude an veganem Essen, die man auch beim Lesen ihres Blogs spürt. Und auch dieses Rezept hat mich mit dem Goodness-Overkill wieder voll und ganz versöhnt: Saftige, süße Brownies (mit Datteln und Ahornsirup nicht fruktosefrei, aber lecker). Ich habe noch ein paar Walnüsse hinzugefügt, die kann man aber auch einfach weglassen.

SÜSSKARTOFFEL-BROWNIES
Sweet Potato Brownies
Quelle: Ella Woodward: Deliciously Ella. Awesome ingredients and incredible food that your body will love
für 10-12 Brownies
Zutaten:
2 mittelgroße Süßkartoffeln (600 g)
14 saftige Datteln (Ella empfiehlt die Sorte Medjool), ohne Stein
80 g gemahlene Mandeln
100 g Buchweizenmehl
4 EL Kakaopulver, roh (wenn man normales zuckerfreies Kakaopulver verwendet, evtl. die Menge erhöhen, es ist nicht ganz so geschmacksintensiv wie das rohe)
3 EL Ahornsirup
1 Prise Salz
nach Belieben: 2 Handvoll Walnüsse, grob gehackt
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in einem Dampfgarer (oder mit ganz wenig Wasser im Topf) etwa 20 Minuten dämpfen, bis sie sehr weich sind. Dann zusammen mit den Datteln in eine Küchenmaschine (elektrischer Zerhacker) geben und pürieren, bis man einen cremigen, glatten Brei hat. Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben. Dann den Süßkartoffel-Dattel-Brei hinzugeben, gut mixen. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte rechteckige Form (bei mir: 21 x 24 cm Kantenlänge) geben und 20-30 Minuten backen. Garprobe: Wenn kein Teig mehr an einer hineingepiksten Gabel oder einem Holzspieß kleben bleibt rausnehmen. Mindestens 10 Minuten auskühlen lassen, damit sich alles setzen kann und die Brownies beim Anschneiden nicht auseinander fallen.

Anmerkung: Brownies backe ich ziemlich oft, stelle ich gerade fest: Zum Beispiel die von Donna Hay (mit Zucker), die von Sarah Wilson (ohne Zucker, dafür mit Zucchini im Teig), die aus dem Hemsley + Hemsley-Kochbuch „The Art of Eating Well“ (mit schwarzen Bohnen) oder die von Cynthia Barcomi mit Himbeeren und Frischkäse.

Sonntagsbäckerei: Quinoa-Brot

Dieses Rezept habe ich schon einmal gepostet, aber damals hatte ich das Brot nicht als Brot, sondern als Muffins gemacht. Jetzt habe ich es noch einmal gebacken, und bin erneut begeistert davon, darum also jetzt hier noch einmal in dieser Form. Ein sehr saftiges, leckeres Brot. Dass es zudem glutenfrei und vegan ist, schadet natürlich auch nicht. Das Rezept stammt vom Londoner Gesund-Caterer The Detox Kitchen (zwei Delis haben sie auch) und ist jetzt auch im brandneuen Kochbuch von Detox Kitchen-Gründerin Lily Simpson zu finden, The Detox Kitchen Bible. Man kann es auch scheibenweise einfrieren und dann auftoasten.

QUINOA-BROT
Quelle: The Detox Kitchen
Für 9-10 Muffins oder 1 Laib Brot, ca. 12 Scheiben
Zutaten:
30 g Chia Samen (Reformhaus/Bioladen)
350 g Quinoa
70 ml Rapskern-Öl
1/2 TL Natron oder Backpulver
1 TL Meersalz
Saft von 1/2 Zitrone
10 g schwarze Sesamsamen (Im Reformhaus/Bioladen – ich habe sie bei Basic gefunden)
1 Handvoll Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Die Chia Samen in eine kleine Schüssel geben, mit 100 ml Wasser auffüllen, gut verrühren und etwa 15 Minuten stehen lassen, bis daraus eine gelartige Paste geworden ist. Den Quinoa in einen Topf geben und mit 3x soviel kaltem Wasser bedecken. Zum Kochen bringen und dann noch 3 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Ein paar Minuten abtropfen lassen, damit das Brot anschließend nicht matschig in der Mitte wird.
Chia-Gel und Quinoa in einen Standmixer/die Küchenmaschine geben und zu einer breiartigen Masse vermixen. Dann 150 ml Wasser, Rapskern-Öl, Natron, Salz und Zitronensaft hinzufügen. (Wenn der Mixer Schwierigkeiten hat, die Flüssigkeit gleich zu Beginn dazugeben!) 5 Minuten mixen, bis ein Teig entsteht. Zum Schluss die Sesamsamen untermischen. In die Kastenform geben, mit Kürbis- oder Sonneblumenkernen bestreuen und 50 bzw. 60 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und fest ist.
Das Brot am besten, wenn es abgekühlt ist, in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank aufbewahren. Man kann es auch gut toasten.

 

Spargel-Kartoffelsalat mit Petersilien-Gremolata

Puh, was für eine lange Überschrift für dieses Rezept. Dabei ist es doch eigentlich nur eines: Resteessen. Frischen Spargel mit Ofenkartoffeln gab es nämlich gestern Abend bei uns, und davon blieb einiges übrig. Insofern sind die Mengenangaben jetzt auch nur Pi mal Daumen. Aber es hat so lecker geschmeckt, dass ich es euch nicht vorenthalten wollte. Frisch, lecker und eben ganz und gar selbstgemacht. Die Gremolata (eine Art stückigeres, weniger flüssiges Pesto) funktioniert auch gut statt Hollandaise auf dem „normalen“ Spargel, in dieser Variante ist sie auch vegan. Die Hefeflocken könnte man aber durch Parmesan ersetzen und so das Ganze wieder ent-veganisieren. Das Rezept würde wahrscheinlich auch gut in die beiden Bücher passen, die ich gerade lese: Deliciously Ella von Ella Woodward und Eat. Nourish. Glow. von Amelia Freer. Zwei Britinnen, die mit den Büchern zu ihren gesundheitsbewussten Ernährungs-Konzepten einen Riesenwirbel in Großbritannien und den USA ausgelöst haben. Ella Woodward ist bekannt durch ihren Blog Deliciously Ella, Amelia Freer als Ernährungsberaterin, die zum Beispiel Celebrities wie Sänger Sam Smith oder Boy George berät. Was ihre Konzepte gemeinsam haben: Beide empfehlen, auf Milchprodukte, Zucker und Gluten zu verzichten. Ella is(s)t allerdings rein vegan, Amelia Freer kocht mit Eiern, Fleisch und Fisch und hat auch nichts gegen Schafs- und Ziegenkäse. Beide ermutigen dazu, sich unabhängig von Convenience Food zu machen, (wieder) mehr selbst zu kochen. Klingt gut. Mal sehen, was die Lektüre noch so an Erkenntnissen bringt.

AmeliaElla

SPARGEL-KARTOFFELSALAT MIT PETERSILIEN-GREMOLATA
Frau Lehmann
Zutaten:
für 1 Person
5 Kartoffeln, gegart im Ofen oder als Pellkartoffeln (wenn es neue Kartoffeln sind, gern mit Schale) – oder mehr, je nachdem, wie hungrig man ist
5 Stangen dicker weißer Spargel, gekocht
Gremolata:
1/2 Bund frische glatte Petersilie
1 Handvoll Pinienkerne
1 Knoblauchzehe
1 guter Schluck Olivenöl
1 TL Hefeflocken (oder Parmesankäse)
Meersalz, Pfeffer
Zubereitung:
Die Kartoffeln vierteln, Spargel in mundgerechte Stücke schneiden, vermischen. Für die Gremolata die Petersilie, grob geschnitten, mit Stängeln, und die restlichen Zutaten in einer Küchenmaschine zu einer groben Paste zerkleinern. Gremolata auf den Kartoffelsalat geben, vermischen.

Und hier noch das Rezept für Ofenkartoffeln, wie sie bei uns (fast) immer auf den Tisch kommen:

ESTRAGON-KARTOFFELN
für 1 Blech
Zutaten:
750g – 1kg junge, festkochende Kartoffeln
Estragon, getrocknet
Salz
Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Salz daraufstreuen, dann Estragon. Die Kartoffeln waschen, halbieren. Mit der Schnittseite nach unten auf die Salz-Estragon-Mischung legen. Ca. 45 Minuten (je nach Größe der Kartoffeln) im Ofen garen, bis die Kartoffeln an der Schnittstelle leich gebräunt sind und weich. Dazu passt z.B. Kräuterquark.

 

 

Sonntagsbäckerei: Zitronenkuchen (vegan)

Schon wieder ein veganer Kuchen! Nein, ich habe nichts gegen Eier & Co. (wie man ja auch am Hefezopf von letzter Woche sieht), aber beim Blättern in meinen Kochbüchern hat mich dieses zitronige Etwas einfach am meisten angesprochen. Vielleicht liegt es daran, dass ich erkältet bin und heißes Wasser mit Zitrone diese Woche mein Hauptgetränk wurde. Wie dem auch sei: Das Rezept stammt wieder aus Surdham Göbs „Vegan Daily“ und das Ergebnis ist sehr lecker und saftig. Nicht so fluffig leicht wie dieser (non-vegane) Zitronenkuchen, den ich vor einer Weile gebacken habe, sondern eher üppig. Surdham beschreibt, dass er nach einer Möglichkeit gesucht hat, wie der Kuchen, der beim Backen immer sehr schön aufgeht, hinterher nicht so zusammensackt. Er ist auf Natron statt Backpulver gekommen. Bei mir hat das gute Stück trotz Natron ein wenig an Höhe verloren. Stört aber nicht, der Geschmack ist fein.

ZITRONENKUCHEN
Quelle: Surdham Göb: Vegan Daily. Vegane Küche für jeden Tag
Für 1 Kastenkuchen von 30 cm Länge, 12 Stücke
Zutaten:
Teig:
3 (-4) Ztronen, davon 180 ml Saft und abgeriebene Schale
165 g pflanzliche Margarine
150 ml Reisdrink Natur
330 g Dinkelmehl (Type 630)
165 g Rohrohrzucker
1 Msp. Natron
Glasur:
3 EL Zitronensaft
75 g Puderzucker
Zubereitung:
Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Alle Teigzutaten schaumig schlagen und in die beschichtete, eingefettete Kastenform füllen. Im Ofen 40 Minuten golden backen. Für die Glasur den Zitronensaft mit Puderzucker mischen und kräftig glatt rühren. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und 30 Minuten auskühlen lassen. Dann mit einer Teigware den Kuchen vom Rand lösen. Den Kuchen aus der Form stürzen und wieder auf die richtige Seite wenden. Weitere 10 Minuten auskühlen lassen, dann die Glasur mit einem kleinen Löffelchen (oder Pinsel) darüber verteilen und an den Kanten glatt streichen. Vor dem Anschneiden den Kuchen komplett auskühlen lassen.

Meatfree Monday: Gemüse-Curry

Das Kichererbsen-Curry von letzter Woche war im Hause Lehmann-B. ein solcher Erfolg, dass ich gleich noch ein weiteres Rezept aus dem Oh She Glows Cookbook ausprobiert habe. Der Clou dabei: Die Flüssigkeit ist eine Art Cashew-Milch, d.h. eingeweichte, mit etwas Wasser pürierte Cashews. Weil Mr. B (nach dem Foto) fand, das sei zu wenig Soße, habe ich allerdings noch eine halbe Dose Kokosmilch dazugegeben. Und da wir keine Erbsen mehr im Haus hatten, wurde mit grünen Bohnen aus dem Tiefkühlfach improvisiert – hat nicht gestört, im Gegenteil. Mr. B hat das Kichererbsen-Curry besser geschmeckt, aber ich war von diesem hier auch sehr angetan. Es hat mir auf jeden Fall jetzt den Feierabend gerettet, weil von gestern noch zwei Portionen übrig waren. Genau das Richtige am Ende eines dank Zeitumstellungs-Jetlag gefühlt seeeeehr langen Tages.

GEMÜSE-CURRY
creamy vegetable curry
Quelle: Angela Liddon: The Oh She Glows Cookbook
für 4 Portionen
Zutaten:
125 ml Cashews, eingeweicht (mind. 3-4 Stunden in Wasser)
1 EL Kokosöl
1 kleine Zwiebel, gehackt
3 Knoblauchzehen, gehackt
1 1/2 TL frischer, geriebener Ingwer
1 grüne Chile oder Jalapeño, gehackt (und entkernt), nach Belieben
2 mittelgroße Kartoffeln oder 1 mittelgroße Süßkartoffel, geschält und in Würfel geschnitten (ca. 2 cups/500 ml)
2 mittelgroße Karotten, in Scheiben (ca. 1 1/2 cups/375 ml)
1 rote Paprika, in mundgerechte Stücke geschnitten
1 große Tomate, entkernt und in Stücken
2 EL mildes gelbes Curry-Pulver (oder mehr, nach Geschmack)
Salz
250 ml TK-Erbsen (oder frische)
Zum Servieren:
Basmati-Reis (nach Geschmack)
frische Koriander-Blätter
geröstete Cashews
Zubereitung:
Die eingeweichten Cashews abspülen und dann mit 175 ml Wasser in der Küchenmaschine pürieren. Beiseite stellen. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Bei mittlerer Hitze Zwiebel, Knoblauch und Ingwer ca. 5 Minuten anbraten, bis die Zwiebel glasig ist. Dann die Chili, Kartoffeln, Karotten, Paprika, Tomate, Curry-Pulver und Salz hinzufügen. Weitere 5 Minuten braten. Die Cashew-Paste und die Erbsen hinzufügen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Etwa alle 5 Minuten umrühren. Wenn die Mischung zu trocken wird, die Hitze reduzieren und/oder etwas Wasser/Öl hinzufügen. Mit Reis servieren und nach Belieben mit Cashews und frischem Koriander servieren.