Sonntagsbäckerei: Quinoa-Brot

Dieses Rezept habe ich schon einmal gepostet, aber damals hatte ich das Brot nicht als Brot, sondern als Muffins gemacht. Jetzt habe ich es noch einmal gebacken, und bin erneut begeistert davon, darum also jetzt hier noch einmal in dieser Form. Ein sehr saftiges, leckeres Brot. Dass es zudem glutenfrei und vegan ist, schadet natürlich auch nicht. Das Rezept stammt vom Londoner Gesund-Caterer The Detox Kitchen (zwei Delis haben sie auch) und ist jetzt auch im brandneuen Kochbuch von Detox Kitchen-Gründerin Lily Simpson zu finden, The Detox Kitchen Bible. Man kann es auch scheibenweise einfrieren und dann auftoasten.

QUINOA-BROT
Quelle: The Detox Kitchen
Für 9-10 Muffins oder 1 Laib Brot, ca. 12 Scheiben
Zutaten:
30 g Chia Samen (Reformhaus/Bioladen)
350 g Quinoa
70 ml Rapskern-Öl
1/2 TL Natron oder Backpulver
1 TL Meersalz
Saft von 1/2 Zitrone
10 g schwarze Sesamsamen (Im Reformhaus/Bioladen – ich habe sie bei Basic gefunden)
1 Handvoll Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Die Chia Samen in eine kleine Schüssel geben, mit 100 ml Wasser auffüllen, gut verrühren und etwa 15 Minuten stehen lassen, bis daraus eine gelartige Paste geworden ist. Den Quinoa in einen Topf geben und mit 3x soviel kaltem Wasser bedecken. Zum Kochen bringen und dann noch 3 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Ein paar Minuten abtropfen lassen, damit das Brot anschließend nicht matschig in der Mitte wird.
Chia-Gel und Quinoa in einen Standmixer/die Küchenmaschine geben und zu einer breiartigen Masse vermixen. Dann 150 ml Wasser, Rapskern-Öl, Natron, Salz und Zitronensaft hinzufügen. (Wenn der Mixer Schwierigkeiten hat, die Flüssigkeit gleich zu Beginn dazugeben!) 5 Minuten mixen, bis ein Teig entsteht. Zum Schluss die Sesamsamen untermischen. In die Kastenform geben, mit Kürbis- oder Sonneblumenkernen bestreuen und 50 bzw. 60 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und fest ist.
Das Brot am besten, wenn es abgekühlt ist, in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank aufbewahren. Man kann es auch gut toasten.

 

Spargel-Kartoffelsalat mit Petersilien-Gremolata

Puh, was für eine lange Überschrift für dieses Rezept. Dabei ist es doch eigentlich nur eines: Resteessen. Frischen Spargel mit Ofenkartoffeln gab es nämlich gestern Abend bei uns, und davon blieb einiges übrig. Insofern sind die Mengenangaben jetzt auch nur Pi mal Daumen. Aber es hat so lecker geschmeckt, dass ich es euch nicht vorenthalten wollte. Frisch, lecker und eben ganz und gar selbstgemacht. Die Gremolata (eine Art stückigeres, weniger flüssiges Pesto) funktioniert auch gut statt Hollandaise auf dem „normalen“ Spargel, in dieser Variante ist sie auch vegan. Die Hefeflocken könnte man aber durch Parmesan ersetzen und so das Ganze wieder ent-veganisieren. Das Rezept würde wahrscheinlich auch gut in die beiden Bücher passen, die ich gerade lese: Deliciously Ella von Ella Woodward und Eat. Nourish. Glow. von Amelia Freer. Zwei Britinnen, die mit den Büchern zu ihren gesundheitsbewussten Ernährungs-Konzepten einen Riesenwirbel in Großbritannien und den USA ausgelöst haben. Ella Woodward ist bekannt durch ihren Blog Deliciously Ella, Amelia Freer als Ernährungsberaterin, die zum Beispiel Celebrities wie Sänger Sam Smith oder Boy George berät. Was ihre Konzepte gemeinsam haben: Beide empfehlen, auf Milchprodukte, Zucker und Gluten zu verzichten. Ella is(s)t allerdings rein vegan, Amelia Freer kocht mit Eiern, Fleisch und Fisch und hat auch nichts gegen Schafs- und Ziegenkäse. Beide ermutigen dazu, sich unabhängig von Convenience Food zu machen, (wieder) mehr selbst zu kochen. Klingt gut. Mal sehen, was die Lektüre noch so an Erkenntnissen bringt.

AmeliaElla

SPARGEL-KARTOFFELSALAT MIT PETERSILIEN-GREMOLATA
Frau Lehmann
Zutaten:
für 1 Person
5 Kartoffeln, gegart im Ofen oder als Pellkartoffeln (wenn es neue Kartoffeln sind, gern mit Schale) – oder mehr, je nachdem, wie hungrig man ist
5 Stangen dicker weißer Spargel, gekocht
Gremolata:
1/2 Bund frische glatte Petersilie
1 Handvoll Pinienkerne
1 Knoblauchzehe
1 guter Schluck Olivenöl
1 TL Hefeflocken (oder Parmesankäse)
Meersalz, Pfeffer
Zubereitung:
Die Kartoffeln vierteln, Spargel in mundgerechte Stücke schneiden, vermischen. Für die Gremolata die Petersilie, grob geschnitten, mit Stängeln, und die restlichen Zutaten in einer Küchenmaschine zu einer groben Paste zerkleinern. Gremolata auf den Kartoffelsalat geben, vermischen.

Und hier noch das Rezept für Ofenkartoffeln, wie sie bei uns (fast) immer auf den Tisch kommen:

ESTRAGON-KARTOFFELN
für 1 Blech
Zutaten:
750g – 1kg junge, festkochende Kartoffeln
Estragon, getrocknet
Salz
Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Salz daraufstreuen, dann Estragon. Die Kartoffeln waschen, halbieren. Mit der Schnittseite nach unten auf die Salz-Estragon-Mischung legen. Ca. 45 Minuten (je nach Größe der Kartoffeln) im Ofen garen, bis die Kartoffeln an der Schnittstelle leich gebräunt sind und weich. Dazu passt z.B. Kräuterquark.

 

 

Sonntagsbäckerei: Zitronenkuchen (vegan)

Schon wieder ein veganer Kuchen! Nein, ich habe nichts gegen Eier & Co. (wie man ja auch am Hefezopf von letzter Woche sieht), aber beim Blättern in meinen Kochbüchern hat mich dieses zitronige Etwas einfach am meisten angesprochen. Vielleicht liegt es daran, dass ich erkältet bin und heißes Wasser mit Zitrone diese Woche mein Hauptgetränk wurde. Wie dem auch sei: Das Rezept stammt wieder aus Surdham Göbs „Vegan Daily“ und das Ergebnis ist sehr lecker und saftig. Nicht so fluffig leicht wie dieser (non-vegane) Zitronenkuchen, den ich vor einer Weile gebacken habe, sondern eher üppig. Surdham beschreibt, dass er nach einer Möglichkeit gesucht hat, wie der Kuchen, der beim Backen immer sehr schön aufgeht, hinterher nicht so zusammensackt. Er ist auf Natron statt Backpulver gekommen. Bei mir hat das gute Stück trotz Natron ein wenig an Höhe verloren. Stört aber nicht, der Geschmack ist fein.

ZITRONENKUCHEN
Quelle: Surdham Göb: Vegan Daily. Vegane Küche für jeden Tag
Für 1 Kastenkuchen von 30 cm Länge, 12 Stücke
Zutaten:
Teig:
3 (-4) Ztronen, davon 180 ml Saft und abgeriebene Schale
165 g pflanzliche Margarine
150 ml Reisdrink Natur
330 g Dinkelmehl (Type 630)
165 g Rohrohrzucker
1 Msp. Natron
Glasur:
3 EL Zitronensaft
75 g Puderzucker
Zubereitung:
Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Alle Teigzutaten schaumig schlagen und in die beschichtete, eingefettete Kastenform füllen. Im Ofen 40 Minuten golden backen. Für die Glasur den Zitronensaft mit Puderzucker mischen und kräftig glatt rühren. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und 30 Minuten auskühlen lassen. Dann mit einer Teigware den Kuchen vom Rand lösen. Den Kuchen aus der Form stürzen und wieder auf die richtige Seite wenden. Weitere 10 Minuten auskühlen lassen, dann die Glasur mit einem kleinen Löffelchen (oder Pinsel) darüber verteilen und an den Kanten glatt streichen. Vor dem Anschneiden den Kuchen komplett auskühlen lassen.

Meatfree Monday: Gemüse-Curry

Das Kichererbsen-Curry von letzter Woche war im Hause Lehmann-B. ein solcher Erfolg, dass ich gleich noch ein weiteres Rezept aus dem Oh She Glows Cookbook ausprobiert habe. Der Clou dabei: Die Flüssigkeit ist eine Art Cashew-Milch, d.h. eingeweichte, mit etwas Wasser pürierte Cashews. Weil Mr. B (nach dem Foto) fand, das sei zu wenig Soße, habe ich allerdings noch eine halbe Dose Kokosmilch dazugegeben. Und da wir keine Erbsen mehr im Haus hatten, wurde mit grünen Bohnen aus dem Tiefkühlfach improvisiert – hat nicht gestört, im Gegenteil. Mr. B hat das Kichererbsen-Curry besser geschmeckt, aber ich war von diesem hier auch sehr angetan. Es hat mir auf jeden Fall jetzt den Feierabend gerettet, weil von gestern noch zwei Portionen übrig waren. Genau das Richtige am Ende eines dank Zeitumstellungs-Jetlag gefühlt seeeeehr langen Tages.

GEMÜSE-CURRY
creamy vegetable curry
Quelle: Angela Liddon: The Oh She Glows Cookbook
für 4 Portionen
Zutaten:
125 ml Cashews, eingeweicht (mind. 3-4 Stunden in Wasser)
1 EL Kokosöl
1 kleine Zwiebel, gehackt
3 Knoblauchzehen, gehackt
1 1/2 TL frischer, geriebener Ingwer
1 grüne Chile oder Jalapeño, gehackt (und entkernt), nach Belieben
2 mittelgroße Kartoffeln oder 1 mittelgroße Süßkartoffel, geschält und in Würfel geschnitten (ca. 2 cups/500 ml)
2 mittelgroße Karotten, in Scheiben (ca. 1 1/2 cups/375 ml)
1 rote Paprika, in mundgerechte Stücke geschnitten
1 große Tomate, entkernt und in Stücken
2 EL mildes gelbes Curry-Pulver (oder mehr, nach Geschmack)
Salz
250 ml TK-Erbsen (oder frische)
Zum Servieren:
Basmati-Reis (nach Geschmack)
frische Koriander-Blätter
geröstete Cashews
Zubereitung:
Die eingeweichten Cashews abspülen und dann mit 175 ml Wasser in der Küchenmaschine pürieren. Beiseite stellen. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Bei mittlerer Hitze Zwiebel, Knoblauch und Ingwer ca. 5 Minuten anbraten, bis die Zwiebel glasig ist. Dann die Chili, Kartoffeln, Karotten, Paprika, Tomate, Curry-Pulver und Salz hinzufügen. Weitere 5 Minuten braten. Die Cashew-Paste und die Erbsen hinzufügen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Etwa alle 5 Minuten umrühren. Wenn die Mischung zu trocken wird, die Hitze reduzieren und/oder etwas Wasser/Öl hinzufügen. Mit Reis servieren und nach Belieben mit Cashews und frischem Koriander servieren.

Sonntagsbäckerei: Versunkener Apfelkuchen (vegan)

Natürlich wusste ich, dass heute die Zeit umgestellt wird. Trotzdem hat mich die fehlende Stunde heute Morgen dann doch wieder überrascht. Und jetzt fühle ich mich, als würde ich der Zeit hinterher hinken. Wie gut, dass ich meinen Sonntagskuchen schon gestern gebacken habe! Ich bin keine Veganerin, aber ich habe immer wieder Spaß daran, neue Rezepte auszuprobieren. Dieses hier stammt aus dem Buch Vegan Daily von Surdham Göb. Der war mir schon auf der Präsentation seines Buches sehr sympathisch: Entspannt, authentisch und einfach überzeugt von dem, was er tut. Und das Wichtigste: Das Essen, das wir damals probieren durften, war einfach köstlich! Dieser Apfelkuchen ist auch ein echter Winner: schnell gemacht und sehr lecker. Vor allem die enthaltenen Gewürze (Zimt und Piment) geben ihm eine schöne Tiefe. Aus diesem Rezept habe ich wieder etwas gelernt: Normale Margarine ist nicht automatisch rein pflanzlich, d.h. vegan. Na sowas. Herkömmliche Margarine kann auch Milchsäure und andere tierische Produkte enthalten. Noch eine Anmerkung: Die Teigmenge ist berechnet für eine 26-cm Springform. Wenn man – wie ich – eine 28 cm-Form nimmt, sollte man die Backzeit etwas verkürzen, weil der Teig sonst zu trocken wird.

VERSUNKENER APFELKUCHEN
Quelle: Surdham Göb: Vegan Daily
für 1 Springform von 26 cm Durchmesser, 12 Stücke
Zutaten:
160 g Rohrohrzucker
150 ml Sojamilch Vanille
160 g pflanzliche Margarine (z.B. Alsan)
300 g Dinkelmehl (Type 630)
100 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
1 TL Zimt
1 TL Piment
1 Päckchen Backpulver
4 Äpfel (z.B. Jonagored)
Saft von 1/2 Orange (oder Zitrone)
nach Wunsch etwas Zimt-Zucker
Zubereitung:
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Rohrohrzucker, Sojamilch, Margarine, Mehl, Nüsse, Gewürze und das Backpulver zu einem elastischen Teig verquirlen. Den Teig in die gefettete Springform füllen. Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Mit einem Messer der Länge nach einschneiden, damit sie beim Backen schneller garen. Die Apfelviertel kurz im Orangensaft wenden und so eng wie möglich auf den Kuchenteig legen. Dann die Äpfel bis auf den Boden der Springform hinunterdrücken. Den Kuchen im Ofen 45 Minuten goldbraun backen (Anmerkung: Nur 35-40 min, wenn man die größere Form nimmt). Abkühlen lassen. Aus der Form nehmen, nach Wunsch mit Zimt und Puderzucker bestäuben und lauwarm servieren.

Meatfree Monday: Kichererbsen-Curry

Aus dem veganen Kochbuch der kanadischen Foodbloggerin Angela Liddon, die auf Oh She Glows bloggt („The Oh She Glows Cookbook“ heißt ihr Buch), das ich mir vor einer Weile gekauft habe, wollte ich schon lange mal etwas ausprobieren. Der erste Versuch: ein Kichererbsen-Curry, zu dem mein (normalerweise sehr fleischverliebter) Mann meinte: „Das kannst du gern öfter machen.“ Vollste Zufriedenheit also. Weiterer Pluspunkt: Das Curry ist eigentlich sehr einfach zu machen – wenn man erstmal die ganzen Gewürze beisammen und abgemessen hat. Ich habe noch eine Handvoll frischen Spinat hinzugefügt (auf dem Foto noch nicht drin), das hat mir gut gefallen. Beim nächsten Mal würde ich allerdings etwas weniger Knoblauch verwenden, dessen Aroma war doch sehr dominant.

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KICHERERBSEN-CURRY
quick & easy chana masala
Quelle: Angela Liddon: The Oh She Glows Cookbook
für 4 Portionen
Zutaten:
1 EL Kokos- oder Olivenöl
1 1/2 TL Kreuzkümmelsaat (aus dem Asia-Laden)
1 Gemüsezwiebel, gewürfelt
1 EL Knoblauch, gehackt (Anmerkung: das war mir etwas zu viel, beim nächsten Mal würde ich nur 1 Knoblauchzehe nehmen)
1 EL frischer Ingwer, geschält und gehackt
1 grüne Serrano Chili, gehackt (mit oder ohne die Kerne. Ich habe sie durch Jalapeno-Scheiben aus den Glas ersetzt)
1 1/2 TL Garam Masala (oder andere indische Gewürzmischung)
1 1/2 TL gemahlener Koriander
1/2 TL Kurkuma
3/4 TL Salz (oder mehr, nach Belieben)
1/4 TL Cayenne Pfeffer (optional)
1 große Dose geschälte Tomaten (800 g), gründlich abgespült
2 Dosen Kichererbsen (à 400 g)
2 Handvoll frischer Spinat, grob gehackt (optional)
zum Servieren: frischer Zitronensaft und Korianderblätter
dazu: Basmati-Reis, nach Belieben
Zubereitung:
Das Öl in einem Wok oder einer Pfanne erhitzen. Sobald es heiß genug ist (mit einem Tropfen Wasser testen – wenn es zischt, ist es soweit), auf mittlere Hitze runterschalten und die Kreuzkümmelsamen hineingeben. Etwa zwei Minuten anbraten, bis sie duften, dabei regelmäßig umrühren, damit sie nicht anbrennen. Dann Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili dazugeben, ein paar Minuten braten. Schließlich Garam Masala, Koriander, Kurkuma, Salz und evtl. Cayenne Pfeffer hinzufügen und für weitere 2 Minuten anbraten. Die Tomaten (samt Saft) dazugeben und mit einem Kochlöffel in Stücke zerdrücken. Die Hitze wieder etwas aufdrehen und die Kichererbsen dazugeben. Alles zusammen etwa 10 Minuten kochen. Ganz zum Schluss, wenn man mag, noch den frischen Spinat dazugeben, zusammenfallen lassen und unterrühren.
Zum Servieren nach Belieben mit etwas Zitronensaft abschmecken und mit frischen Koriander dekorieren. Mit Basmati-Reis servieren.
Angelas Tipp: Wenn man keinen Reis essen möchte, kann man das Curry auch in einer Ofenkartoffel servieren.

Schoko-Avocado-Mousse

Das Schöne an so einem Montag, der irgendwie zu lang war, der der erste Arbeitstag nach dem Urlaub war und eben einfach der erste Tag der Woche, ist doch, dass man sich ruhig mal ein dekadentes Dessert gönnen darf. Finde ich. Vor allem eines, das ja eigentlich gar nicht so dekadent, sondern irgendwie richtig gesund ist: Avocado ist drin, Banane, und Kakao, der ja auch total happy machen soll. Und das Beste: Weil diese Mousse auch ohne Ei auskommt, konnte ich sie schon gestern vorbereiten und mich heute darüber freuen. Perfekt. Das Rezept stammt aus dem hübschen, bunten und Essen-ohne-schlechtes-Gewissen-versprechenden Kochbuch The Art of Eating Well, das ich mir gerade zugelegt habe. Geschrieben haben es die Schwestern Jasmine und Melissa Hemsley (hier ihr Blog). Die beiden Britinnen sind so etwas wie Food-Consultants, sie beraten und bekochen Klienten, damit die gesünder essen und sich besser fühlen. In dem Buch stellen sie ihre Philosophie und ihre Lieblingsrezepte vor. Die sehen auf den Bildern schon mal ziemlich vielversprechend aus, so dass ich hoffentlich bald einige davon nachkochen werde. Einziges Problem: Die Umrechnerei mit Mengenangaben wie Ounces & Co. Nun ja. Dann wird eben nicht schnell, schnell gekocht, sondern mit Bedacht. Auch gut. Die Mousse ging jedoch sehr schnell und schmeckt fantastisch. Nur Bananen-Hasser werden sie nicht mögen, denn die schmeckt man raus. Einen schönen Montagabend euch!

SCHOKO-AVOCADO-MOUSSE
Quelle: Jasmine & Melissa Hemsley: The Art of Eating Well
für vier kleine Gläser voll
Zutaten:
1 geschälte, gefrorene Banane
3 EL Kakaopulver
1 gekühlte Avocado
2 EL Reissirup (im Original: raw honey*)
1 TL Zitronensaft
1 TL Vanilleextrakt
2 EL kaltes Wasser
1 Prise Meersalz
optional: 1-2 TL Amaretto oder etwas Stevia, zum Süßen
etwas Schokopulver oder Schoko- bzw. Kokosraspel zum Dekorieren
Zubereitung:
Alle Zutaten in der Küchenmaschine zu einer cremigen Masse verarbeiten. Nach Geschmack mit etwas Stevia oder Amaretto nachsüßen. Auf vier kleine Tassen oder Gläser verteilen, dekorieren.

*Weiß jemand, was damit gemeint ist? Bedeutet das einfach Bio-Honig?

„Vegan Daily“ von und mit Surdham Göb

Drei Kochücher in anderthalb Jahren – das ist die stolze Bilanz von Vegan-Koch Surdham Göb. Bei einem Termin in München präsentierte er vergangene Woche sein aktuellstes Werk – und sein neues Kochstudio, Surdham’s Kitchen, gleich mit. Wer ihn (wie ich vor diesem Termin) noch nicht kennt:SurdhamGöb
Er hat fast 30 Jahre Kocherfahrung und ist seit langem auf die vegane Küche spezialisiert, die er unter anderem als Chefkoch im „Zerwirk Restaurant“ und im „Tushita“ hier in München auf den Tisch brachte. Dazu ist er, wie man an dem Abend sofort merkte, super nett, mit Leidenschaft bei der Sache und absolut authentisch. Seine ersten beiden Bücher, Meine vegane Küche und Vegane Superfoods, waren bereits sehr erfolgreich. Und jetzt also dieses hier:
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Vegan Daily. Vegane Küche für jeden Tag. Wie schon die beiden Vorgänger, wunderschön fotografiert von Oliver Brachat und erschienen im AT Verlag. Mit genauen Wochenplänen, Einkaufslisten und Vorbereitungstipps will Surdham es auch Einsteigern leicht machen, die vegane Küche in den Alltag zu integrieren.
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Das neue Kochstudio befindet sich in einem auf den ersten Blick ziemlich seelenlosen Gebäude an der viel befahrenen Landsberger Straße. Aber in der Küche ist es hell und freundlich und man kann sich gut vorstellen, dass hier bald viele fröhliche Koch-Events stattfinden werden. Zusammen mit seiner Freundin Judith bietet Surdham auch Kurse mit Yoga und Kochen an, „Soul Food“. Die nächsten Termine.
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Ein paar Kostproben der Rezepte aus dem Buch gab es natürlich auch. Alle sehr lecker!IMG_9174
Zum Beispiel die vietnamesischen Glücksrollen mit scharfer Soße, die ich bestimmt bald mal nachkoche
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Oder die „Kartoffelpaddies“:
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Zucchinisalat, Couscous, und, und, und…
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Der Hammer: die veganen Nachtische und Kuchen.Dessert_vegan
Was mir sehr gefallen hat: Surdhams Philosophie: Er will keine „Fleisch-Ersatzküche“ machen, sondern die „Leichtigkeit, Freude und Vielfalt“ zeigen, die in der veganen Küche steckt. Und vor allem: Es soll schmecken. Das tut es!
Am 6.10. gibt es übrigens die „Vegan Daily“-Buchpräsentation noch einmal in der Markthalle Neun in Berlin.

 

 

Sonntagsbäckerei: Herzhafte Quinoa-Muffins

So ein Urlaub in Italien ist immer wunderbar, keine Frage (mehr zum Comer See, wo wir waren, in den nächsten Tagen). Toller Cappuccino, leckere Pasta, die wunderbare Sprache, die Landschaft… Aber nach einer Woche täglich Weißbrot – morgens, mittags, abends, beim Frühstück im Hotel, im Restaurant – hatte ich doch Sehnsucht nach etwas Gesünderem. Und weil ich im Urlaub auch endlich mal wieder zum Lesen gekommen bin, habe ich mir dafür dieses Rezept vom Londoner Gesund-Caterer The Detox Kitchen ausgesucht. Die Rezepte von Gründerin Lily Simpson hatten mich in der britischen Zeitschrift Psychologies angelacht, und im Detox Kitchen-Blog fand ich dann dieses interessante, Weißmehl-freie Brot. Okay, es sollte eigentlich ein Brot werden – aber irgendwie war die Kastenform, die ich mal hatte, dann in den Schränken nirgends zu finden. Da habe ich wohl mal wieder einen Kuchen irgendwohin getragen – und dann die Form nicht mehr mit zurück genommen. Nunja. Das Muffinblech war zum Glück noch da, und so entstanden diese kleinen Sonntagsbrötchen. Schmeckten sehr lecker zu unserem Rührei heute Morgen. The Detox Kitchen hat übrigens auch zwei Delis in London, wo man die leckeren und gesunden Sachen probieren kann. Die kommen gleich auf die To Do-Liste für den nächsten London-Besuch.

QUINOA-MUFFINS bzw. QUINOA-BROT
Quelle: The Detox Kitchen
Für 9-10 Muffins oder 1 kleinen Laib Brot
Zutaten:
30 g Chia Samen (Reformhaus/Bioladen)
350 g Quinoa
70 ml Rapskern-Öl
1/2 TL Natron oder Backpulver
1 TL Meersalz
Saft von 1/2 Zitrone
10 g schwarze Sesamsamen (Im Reformhaus/Bioladen – ich habe sie bei Basic gefunden)
1 Handvoll Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Muffinblech mit Papierförmchen füllen oder für ein Brot eine kleine Kastenform mit Backpapier auslegen. Die Chia Samen in eine kleine Schüssel geben, mit 100 ml Wasser auffüllen, gut verrühren und etwa 15 Minuten stehen lassen, bis daraus eine gelartige Paste geworden ist. Den Quinoa in einen Topf geben und mit 3x soviel kaltem Wasser bedecken. Zum Kochen bringen und dann noch 3 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Ein paar Minuten abtropfen lassen, damit das Brot anschließen nicht zu feucht wird.
Chia-Gel und Quinoa in einen Standmixer/die Küchenmaschine geben und kurz vermixen. Dann 150 ml Wasser, Rapskern-Öl, Natron, Salz und Zitronensaft hinzufügen. (Wenn der Mixer Schwierigkeiten hat, gleich die Flüssigkeit dazugeben!) 5 Minuten mixen, bis ein Teig entsteht. Zum Schluss die Sesamsamen untermischen. In die Muffinförmchen oder die Brotform geben, mit Kürbis- oder Sonneblumenkernen bestreuen und 50 bzw. 60 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und fest ist.
Das Brot am besten, wenn es abgekühlt ist, in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank aufbewahren. Man kann es auch gut toasten, sagen die Mädels von The Detox Kitchen.

 

Blumenkohl-Kichererbsen-Salat

Bei Blumenkohl denke ich leider immer noch oft an faden Kantinen-Food – in Hollandaise oder Béchamel ertränkt, mit Schinken belegt und fett mit Käse überbacken. Das liegt einem dann schwer wie ein Medizinball im Magen, uäh. Aber spätestens seit der Entdeckung der vielleicht leckersten Blumenkohlsuppe der Welt weiß ich, dass er auch anders kann, der Blumenkohl. Und dann waren da ja auch noch die leckeren Quinoa-Blumenkohl-Bratlinge von Green Kitchen Stories. Darum habe ich zugegriffen, als ich neulich mal wieder einen Blumenkohl beim Gemüsemann sah. Einen Salat wollte ich diesmal damit machen, hatte auch schon ein Rezept im Internet herausgesucht – und mir dann dummerweise den Link nicht gespeichert. Dann habe ich aber schnell ein anderes Rezept gefunden, bei Martha Stewart. Sehr lecker (und dekorativ), wie ich finde: viele verschiedene Aromen und Texturen, die miteinander harmonieren. Der Blumenkohl bleibt roh, und so ist das Ganze auch relativ schnell gemacht, ein schönes Feierabendessen.

BLUMENKOHL-KICHERERBSEN-SALAT
für 2-4 Portionen
Chickpea and Cauliflower Salad
Quelle: Martha Stewart
Zutaten:
1 Dose Kichererbsen, abgespült und abgetropft
3 TL Kapern
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 EL Rotweinessig (Zitronensaft würde bestimmt auch gut passen)
1/2 Kopf Blumenkohl, in mundgerechte Stücke zerteilt
70 g Mandeln, gehackt und geröstet (zum Rösten war ich zu faul, war auch ohne diesen Schritt lecker)
50 g Rosinen (gelbe, wenn möglich)
1/2 Bund glatte Petersilie, gehackt
Zubereitung:
Die Kichererbsen mit 1 EL Öl und den Kapern vermischen, salzen und pfeffern. Bei 200 Grad im Ofen ca. 20 Minuten goldbraun rösten. 5 EL Olivenöl und den Rotweinessig mit Salz und Pfeffer zu einem Dressing verrühren. Alle Zutaten in einer großen Schüssel mit dem Dressing vermischen, noch einmal abschmecken.