Kräuterbrot mit Schafskäse

Wenn am Baum vor dem Fenster des Freelancer-Büros weiße Blüten vor blauem Himmel leuchten und von unten aus dem Glockenbackviertel laut „Love is in the Air“ aus einem Cabrio schallt, ist es ziemlich schwer, schlechte Laune zu haben. Eigentlich fast unmöglich, wie ich gerade feststelle. Wobei, ich war ohnehin schon den ganzen Tag gut drauf. Gute Laune macht mir auch dieses Rezept. Als ich es in der freundin-Redaktion, wo ich gelegentlich als freie Textchefin arbeite, zum Redigieren auf den Tisch bekam, wusste ich sofort: Das will ich ausprobieren. Nicht zuletzt, weil die Redakteurin es als „passt gut zu einem Glas Wein“ angepriesen hatte. Das weckte sofort Feierabend-Gefühle. Ich habe es dann tatsächlich am gleichen Abend gebacken und war sehr angetan. Saftig, kräuterig, lecker, schmeckt gut mit vegetarischem Aufstrich oder Butter zu einem bunten Salat. Heute gibt es das Heft, aus dem das Rezept stammt, übrigens frisch am Kiosk.

KRÄUTERBROT MIT SCHAFSKÄSE
Quelle: freundin 9/2015
für 12 Scheiben
Zutaten:
180 g Mehl
3 TL Backpulver
1/2 TL Salz
3 Eier
100 ml Olivenöl
1 EL Sonnenblumenöl
100 ml Milch
Pfeffer
200 g Feta (in Stücken oder zerkrümelt)
100 g Gruyère (oder Bergkäse), gerieben
je 2 TL frischer Rosmarin und Thymian, gehackt
nach Belieben: je 2 EL Basilikum- und Petersilienblättchen, gehackt
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Mehl, Backpulver und Salz mischen. Die Eier mit den Ölen und der Milch schaumig rühren. Dann Mehl-Backpulver-Mix, Käse und Kräuter unter die Eier mischen. Den Teig in die Kastenform füllen und im Ofen ca. 45 Minuten backen. Herausnehmen, abkühlen lassen. Schmeckt lecker zu einem knackigen Salat.

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Meatfree Monday: Gemüse-Curry

Das Kichererbsen-Curry von letzter Woche war im Hause Lehmann-B. ein solcher Erfolg, dass ich gleich noch ein weiteres Rezept aus dem Oh She Glows Cookbook ausprobiert habe. Der Clou dabei: Die Flüssigkeit ist eine Art Cashew-Milch, d.h. eingeweichte, mit etwas Wasser pürierte Cashews. Weil Mr. B (nach dem Foto) fand, das sei zu wenig Soße, habe ich allerdings noch eine halbe Dose Kokosmilch dazugegeben. Und da wir keine Erbsen mehr im Haus hatten, wurde mit grünen Bohnen aus dem Tiefkühlfach improvisiert – hat nicht gestört, im Gegenteil. Mr. B hat das Kichererbsen-Curry besser geschmeckt, aber ich war von diesem hier auch sehr angetan. Es hat mir auf jeden Fall jetzt den Feierabend gerettet, weil von gestern noch zwei Portionen übrig waren. Genau das Richtige am Ende eines dank Zeitumstellungs-Jetlag gefühlt seeeeehr langen Tages.

GEMÜSE-CURRY
creamy vegetable curry
Quelle: Angela Liddon: The Oh She Glows Cookbook
für 4 Portionen
Zutaten:
125 ml Cashews, eingeweicht (mind. 3-4 Stunden in Wasser)
1 EL Kokosöl
1 kleine Zwiebel, gehackt
3 Knoblauchzehen, gehackt
1 1/2 TL frischer, geriebener Ingwer
1 grüne Chile oder Jalapeño, gehackt (und entkernt), nach Belieben
2 mittelgroße Kartoffeln oder 1 mittelgroße Süßkartoffel, geschält und in Würfel geschnitten (ca. 2 cups/500 ml)
2 mittelgroße Karotten, in Scheiben (ca. 1 1/2 cups/375 ml)
1 rote Paprika, in mundgerechte Stücke geschnitten
1 große Tomate, entkernt und in Stücken
2 EL mildes gelbes Curry-Pulver (oder mehr, nach Geschmack)
Salz
250 ml TK-Erbsen (oder frische)
Zum Servieren:
Basmati-Reis (nach Geschmack)
frische Koriander-Blätter
geröstete Cashews
Zubereitung:
Die eingeweichten Cashews abspülen und dann mit 175 ml Wasser in der Küchenmaschine pürieren. Beiseite stellen. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Bei mittlerer Hitze Zwiebel, Knoblauch und Ingwer ca. 5 Minuten anbraten, bis die Zwiebel glasig ist. Dann die Chili, Kartoffeln, Karotten, Paprika, Tomate, Curry-Pulver und Salz hinzufügen. Weitere 5 Minuten braten. Die Cashew-Paste und die Erbsen hinzufügen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Etwa alle 5 Minuten umrühren. Wenn die Mischung zu trocken wird, die Hitze reduzieren und/oder etwas Wasser/Öl hinzufügen. Mit Reis servieren und nach Belieben mit Cashews und frischem Koriander servieren.

Meatfree Monday: Kichererbsen-Curry

Aus dem veganen Kochbuch der kanadischen Foodbloggerin Angela Liddon, die auf Oh She Glows bloggt („The Oh She Glows Cookbook“ heißt ihr Buch), das ich mir vor einer Weile gekauft habe, wollte ich schon lange mal etwas ausprobieren. Der erste Versuch: ein Kichererbsen-Curry, zu dem mein (normalerweise sehr fleischverliebter) Mann meinte: „Das kannst du gern öfter machen.“ Vollste Zufriedenheit also. Weiterer Pluspunkt: Das Curry ist eigentlich sehr einfach zu machen – wenn man erstmal die ganzen Gewürze beisammen und abgemessen hat. Ich habe noch eine Handvoll frischen Spinat hinzugefügt (auf dem Foto noch nicht drin), das hat mir gut gefallen. Beim nächsten Mal würde ich allerdings etwas weniger Knoblauch verwenden, dessen Aroma war doch sehr dominant.

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KICHERERBSEN-CURRY
quick & easy chana masala
Quelle: Angela Liddon: The Oh She Glows Cookbook
für 4 Portionen
Zutaten:
1 EL Kokos- oder Olivenöl
1 1/2 TL Kreuzkümmelsaat (aus dem Asia-Laden)
1 Gemüsezwiebel, gewürfelt
1 EL Knoblauch, gehackt (Anmerkung: das war mir etwas zu viel, beim nächsten Mal würde ich nur 1 Knoblauchzehe nehmen)
1 EL frischer Ingwer, geschält und gehackt
1 grüne Serrano Chili, gehackt (mit oder ohne die Kerne. Ich habe sie durch Jalapeno-Scheiben aus den Glas ersetzt)
1 1/2 TL Garam Masala (oder andere indische Gewürzmischung)
1 1/2 TL gemahlener Koriander
1/2 TL Kurkuma
3/4 TL Salz (oder mehr, nach Belieben)
1/4 TL Cayenne Pfeffer (optional)
1 große Dose geschälte Tomaten (800 g), gründlich abgespült
2 Dosen Kichererbsen (à 400 g)
2 Handvoll frischer Spinat, grob gehackt (optional)
zum Servieren: frischer Zitronensaft und Korianderblätter
dazu: Basmati-Reis, nach Belieben
Zubereitung:
Das Öl in einem Wok oder einer Pfanne erhitzen. Sobald es heiß genug ist (mit einem Tropfen Wasser testen – wenn es zischt, ist es soweit), auf mittlere Hitze runterschalten und die Kreuzkümmelsamen hineingeben. Etwa zwei Minuten anbraten, bis sie duften, dabei regelmäßig umrühren, damit sie nicht anbrennen. Dann Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili dazugeben, ein paar Minuten braten. Schließlich Garam Masala, Koriander, Kurkuma, Salz und evtl. Cayenne Pfeffer hinzufügen und für weitere 2 Minuten anbraten. Die Tomaten (samt Saft) dazugeben und mit einem Kochlöffel in Stücke zerdrücken. Die Hitze wieder etwas aufdrehen und die Kichererbsen dazugeben. Alles zusammen etwa 10 Minuten kochen. Ganz zum Schluss, wenn man mag, noch den frischen Spinat dazugeben, zusammenfallen lassen und unterrühren.
Zum Servieren nach Belieben mit etwas Zitronensaft abschmecken und mit frischen Koriander dekorieren. Mit Basmati-Reis servieren.
Angelas Tipp: Wenn man keinen Reis essen möchte, kann man das Curry auch in einer Ofenkartoffel servieren.

Meatfree Monday: Blumenkohl-Pizza

Das hier ist so ein kulinarisches Trend-Experiment, das ich schon lange einmal probieren wollte: Pizza mit einem Boden aus Blumenkohl. Ungefähr so hip wie der Kale (Grünkohl)-Smoothie. Wobei, der Kale ist ja schon wieder out, habe ich gelesen. Mittlerweile ist der good old Rosenkohl das aktuelle It-Gemüse. Die Blumenkohl-Pizza jedenfalls ist vermutlich deswegen so angesagt, weil sie glutenfrei und so gesund ist. Gegen Weizen habe ich nichts, vertrage ihn auch gut – aber mir gefallen Ideen, die das Gemüse-Essen abwechslungsreicher machen. Das Ganze ist, zugegeben, um einiges aufwändiger, als einfach einen Fladen von Dr. Oe & Co. in den Ofen zu schieben: Der Blumenkohl muss erst in Röschen geschnitten, dann in etwa Couscous-große Brösel zermahlen werden (in der Küchenmaschine), dann noch gekocht, und schließlich seeehr gut abgetropft, bevor man ihn zu einem Pizza-Fladen weiterverarbeitet. Hin und wieder machen mir solche Küchen-Basteleien aber richtig Spaß. Damit sich der Aufwand lohnt, kann man natürlich auch gleich mehrere Pizza-Fladen machen und sie dann ohne Belag einfrieren. Dann muss man sie beim nächsten Mal nur noch aus dem Eis nehmen und kann sie dann beliebig belegen. Ich mag diese Variante mit grüner Paprika, roter Zwiebel und Champignons. Sie erinnert mich an die Pizzen, die wir bei meinem Schüleraustausch in den USA immer bei Domino’s bestellt haben.

BLUMENKOHL-PIZZA
für 4 kleine oder 1 große (Blech-)Pizza
Zutaten:
für den Boden:
1 mittelgroßer Blumenkohl
100 g Gouda, gerieben
1 Ei
Salz, Pfeffer
für den Belag:
1 TL Olivenöl
1 rote Zwiebel, in Ringen
200 g Champignons, in Scheiben geschnitten
1-2 grüne Paprikas, in Streifen geschnitten
1x Pizza-Sauce (Rezept siehe unten, oder im Glas gekauft)
100 g Gouda, gerieben
Zubereitung:
Den Blumenkohl in Röschen zerteilen und die Röschen in der Küchenmaschine zu Couscous-artiger Konsistenz pulverisieren. In reichlich Wasser etwa 10 Minuten weichkochen. Durch ein Sieb abtropfen lassen, dann in ein sauberes Geschirrtuch geben und die restliche Flüssigkeit auspressen. Abkühlen lassen. In einer Schüssel mit dem Käse und dem Ei vermischen, salzen und pfeffern. Mit den Händen auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausbreiten: Entweder als Boden für eine komplette Blechpizza, oder für 4 kleine runde Pizzen (die muss man dann in mehreren Schritten backen, es passen nur 1-2 auf ein Blech). Bei 200 Grad backen. Die große Pizza ca. 30-35 Minuten, die kleinen ca. 15-20 Minuten vorbacken, bis sie an den Rändern leicht gebräunt sind. Währenddessen in einer Pfanne das Gemüse in etwas Olivenöl anbraten. Vom Herd nehmen. Die Pizza aus dem Ofen nehmen, mit 1-2 EL Pizza-Sauce (die kleinen) oder der kompletten Pizza-Sauce ( die große) bestreichen, dann mit dem Gemüse belegen. Den gerieben Gouda obendrauf streuen und im Ofen noch einmal überbacken, bis der Käse zerlaufen ist (ca. 5-10 Minuten).

PIZZA-SAUCE
für ca. 4 kleine Pizzen oder ein Blech
Zutaten:
1 mittelgroße Zwiebel, kleingeschnitten
2 Knoblauchzehen, gepresst
1 TL Olivenöl
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
1/2 TL getrockneter Oregano
1/2 TL getrockneter Basilikum
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Die Zwiebel und die Knoblauchzehen im Olivenöl anschwitzen, bis die Zwiebel glasig und leicht gebräunt ist. Dann die Tomatensoße, Oregano und Basilikum hinzugeben. Ein paar Minuten leicht einkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Belieben so verwenden, oder mit dem Pürierstab zu einer feineren Soße verarbeiten.

„Heimat“-Abend: Südafrikanischer Ananas-Karottensalat

Gestern Abend haben wir uns endlich mal wieder zum Potluck Club getroffen. Reihum ist dabei eines der befreundeten Paare (oder wir) Gastgeber zum gemeinsamen Essen, und jedes Paar steuert einen Gang bei. Das gestrige Motto lautete „Heimat“ und wurde sehr kreativ und köstlich interpretiert. Hauptgang war ein perfekter bayerischer Schweinebraten (mit hinreißenden Knödeln und Soße), zum Nachtisch gab es fluffige böhmische Buchteln mit Vanillesauce. Mr. B und ich haben die Vorspeise gestaltet: Einen Gurkensalat, wie ihn meine Großmutter immer gemacht hat, mit frischem Dill und zuckriger Vinaigrette, und diesen Ananas-Karottensalat, der Mr. B an seine südafrikanische Heimat erinnert. Beides sehr lecker, und zusammen ebenso unterschiedlich wie harmonisch.
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Die zauberhafte Tischdeko, mit der uns die Gastgeber begrüßten

SÜDAFRIKANISCHER ANANAS-KAROTTENSALAT
Frau Lehmann (& Mr. B)
Für 4-6 Portionen
Zutaten:
500 g Karotten
3/4 frische Ananas
1-2 Handvoll Rosinen
Saft von 2 Orangen
Salz, Pfeffer
Pul Biber (oder eine andere leicht scharfe Gewürzmischung)
Zubereitung:
Karotten schälen und raspeln, die Ananas schälen, den holzigen Strunk herausschneiden und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Karotten, Ananas und Rosinen mit dem Orangensaft vermengen. Mit Salz, Pfeffer und „scharf“ würzen. Abschmecken und mindestens eine Stunde durchziehen lassen.

Gemüsegratin mit Knusperhaube

Wieder zurück. Zu schnell, viel zu schnell! Der Alltag mit Deadlines, Wäschewaschen und trübem Wetter hat mich wieder. Hmpf. Aber immer, wenn ich auf die Kleine Hula-Puppe schaue, die demnächst auf dem Armaturenbrett im Auto ihre Hüften schwingen wird, weiß ich, dass ich mich jederzeit wieder zurück nach Hawaii träumen kann. Und das wieder-zuhause-Sein hat ja auch Vorteile: Schöne, leckere Lebensmittel einzukaufen, ist hier auf jeden Fall sehr viel preiswerter als auf Maui. Wir haben den Einkaufswagen voller Gemüse geladen, denn ich hatte jede Menge gemüsereicher Rezepte aus amerikanischen Zeitschriften gesammelt, die ich jetzt ausprobieren will. Erster Kandidat: Dieses Gemüsegratin, oder auch „Eggplant Parmesan“. Das ist die Abwandlung eines normalerweise ziemlich kalorienhaltigen, italienisch inspirierten Auberginen-Käse-Gerichts, die ich in der amerikanischen „Women’s Health“ gefunden habe. Beim Essen hat man auf jeden Fall ein gutes Gewissen, weil man jede Menge Gemüse futtert – allerdings ist das Gericht in dieser Form  noch ein wenig fad. Nächstes Mal werde ich noch kräftiger würzen! Interessant fand ich aber die Idee, Quinoa mal nicht zu kochen, sondern ihn einfach (mit Chia-Samen gemischt) als knusprige Haube zu verwenden. Damit werden die im Original verwendeten Semmelbrösel ersetzt. Ein interessantes Experiment.

GEMÜSEGRATIN MIT KNUSPERHAUBE
Eggplant Parmesan
Quelle: Women’s Health US, März 2015
Für ca. 6 Portionen
Zutaten:
1 große Aubergine
2 Zucchini
2 EL Olivenöl plus mehr, um das Gemüse zu bestreichen
1/4 TL Meersalz
1 1/2 Kugeln Mozzarella (low-fat, steht im Rezept, aber den mag ich nicht), in Würfel geschnitten
60 g Parmesan, frisch gerieben
1 EL getr. Oregano (oder 1/4 cup gehackt, wenn er frisch ist)
125 g Quinoa
40 g Chia-Samen
1 Handvoll Basilikumblätter, gehackt
Pfeffer
720 ml stückige Tomaten aus der Dose (evtl. reicht auch 1 400 ml Dose)
2 Handvoll frischer Blattspinat
Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Enden der Aubergine und der Zucchini abschneiden. Das Gemüse schälen und der Länge nach in Scheiben schneiden. Auf ein Backblech legen, mit etwas Olivenöl einpinseln und salzen. Im Ofen weich werden lassen, das dauert ca. 12 bis 14 Minuten. Inzwischen die Mozzarella-Würfel, die Hälfte des Parmesans und den Oregano in einer Schüssel vermischen. In einer zweiten Schüssel Quinoa, Chia, den restlichen Parmesan, 2 EL Öl , Basilikum und Pfeffer vermischen. Die Hälfte der Tomatensoße auf den Boden einer Auflaufform streichen (Anmerkung: Die Tomatensoße am besten vorher würzen, z.B. mit Knoblauchsalz, Oregano, Pfeffer). Die Hälfte des Gemüses darauflegen (Aubergine, Zucchini, Spinat), dann die Hälfte der Käse-Oregano-Mischung. Wiederholen. Zum Schluss die Quinoa-Mischung darübergeben. 25 bis 30 Minuten backen.
Anmerkung: Ich habe zwei kleine Dosen stückige Tomaten verwendet, fand aber, dass die Soße dadurch zu dünnflüssig war. Beim nächsten Mal würde ich nur eine nehmen und dann die Schichtung verändern: Gemüse – Tomatensoße – Käse – Gemüse – Käse – Quinoa. Falls jemand es ausprobiert, berichtet bitte gern, ob das so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.

 

Rote-Beten-Salat mit Meerrettichdressing

In dem winzigen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, in dem mein Vater und seine Frau leben, gibt es nicht viel zu tun. Keine Kneipe, kein Supermarkt, kein Kino. Da wird schon ein Ausflug zum 20 Kilometer entfernten Baumarkt zum Event. Irgendwie auch mal ganz schön. Ich komme endlich wieder entspannt zum Lesen. Und kulinarisch werden Mr. B und ich hier auch sehr verwöhnt. Am ersten Abend packte Papa sogar den Heißen Stein-/Raclette-Grill aus. Sehr gemütlich. Und gestern tischte er als Beilage zum Abendessen diesen leckeren, ungewöhnlichen Salat auf. Ein bisschen scharf, ein bisschen süß, und vor allem überhaupt nicht „muffig“, wie früher immer mein Vorurteil von Rote Bete war (Roten Beten?, daran kann ich mich nicht so ganz gewöhnen, obwohl es so auch im Rezept steht). Papa schwärmte gar, dieser Salat sei eine „Offenbarung“ – und er hatte recht. Das Rezept stammt aus dem Gräfe & Unzer-Kochbuch „Würzen“, das einige wirklich originelle Geschmacks-Anregungen zu bieten hat.

ROTE-BETEN-SALAT MIT MERRETTICHDRESSING
Quelle: Bettina Matthaei: Würzen (GU)
für 4 Personen
Zutaten:
500 g Rote Beten (vorgekocht)
4 EL Zitronensaft
1 EL Zucker
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
400 g griechischer Joghurt (10% Fett)
3 EL geriebener Meerrettich (Glas)
2 EL Ahornsirup
1-2 EL Dijon-Senf
1 Kästchen Kresse
Zubereitung:
Die Roten Beten in kleine Würfel oder Stifte schneiden. Zitronensaft mit Zucker, Salz und Pfeffer mischen, die Roten Beten darin mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Joghurt mit Meerrettich, Ahornsirup und Senf mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Über die Roten Beten löffeln, nur leicht untermischen. Kresse kalt abbrausen, abschneiden und darüber streuen.