10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

Viel Grüße aus Asheville, North Carolina. Ich habe mal wieder ein paar Dinge aufgeschrieben, die mir das Leben gerade schöner machen. Wie sieht es bei euch aus?

  • In einer anderen Zeitzone sein
    Ich bin gerade auf Besuch bei meiner ehemaligen Gastfamilie aus dem Schüleraustausch. Damals lebten sie alle in Concord, North Carolina, jetzt haben sie sich kreuz und quer verteilt: Eine Gastschwester lebt mit Mann und Tochter in der Nähe von Boston, Massachusetts (dort war ich letzte Woche), die andere in Asheville, North Carolina (dort bin ich gerade), der Gastbruder in Durham, North Carolina, und schließlich die Gasteltern in der Nähe von Washington, D.C.. Ich klappere sie alle nacheinander ab und bin dabei eine Art digital nomad, arbeite also ein bisschen aus der Ferne für meine deutschen Auftraggeber. Das Tolle daran: Wenn ich hier so gegen halb sieben aufstehe, ist der Tag in Deutschland schon halb rum – und die E-Mails, die ich sonst alle einzeln abgefangen hätte, kommen jetzt in einem Batzen. Nur zu bestimmten Zeiten meine Mails zu checken, wollte ich mir schon längst mal angewöhnen, denn so ist das viel effektiver. Vielleicht klappt die Umstellung ja jetzt. Auch irgendwie sehr schön: Die Vorstellung, dass in Deutschland schon alle schlafen, während hier Nachmittag und Abend in vollem Gange sind.
  • Im Alltag mitschwimmen
    Ich klappere hier also meine Lieblingsamis ab. Die lassen mich in ihren Gästezimmern schlafen und sorgen für Entertainment – müssen aber ganz normal arbeiten. Ich finde das wunderbar, denn so bekomme ich mit – wie damals beim Schüleraustausch – wie das so ist, das ganz normale Leben hier in den USA. Von der Kinderbetreuung (die Anderthalbjährige ist in der Daycare, die sie gruseliger Weise „school“ nennen, als könne der Ernst des Lebens nicht früh genug beginnen) über die Podcasts, die sie hören, die Nachrichten, die sie gucken (Comey-Investitgation, Basketball Playoffs sind gerade die großen Themen), die Jobs, die sie haben, und das Essen, das sie kochen. Meine Gastschwester Melissa ist ganz begeistert von ihrem „Instantpot“, eine Mischung aus Slow Cooker und Schnellkochtopf, und Bethany hat mir im Slow Cooker ihren Lieblings-Linseneintopf gekocht. Viele kleine Schnipsel, aus denen ich ein Bild bastele, wie es ihnen so geht, und mit denen wir uns einander wieder annähern.
  • Ein neuer Podcast-Fund
    Der Mann meiner Gastschwester ist wie ich ein großer Podcast-Fan. Wir haben unsere Playlists verglichen, und ein paar seiner Empfehlungen habe ich gleich aufgenommen. Allen voran: Wait Wait…Don’t Tell Me! Eine Comedy-Quiz-Show, die aktuelle Nachrichten in Entertainment verwandelt – intelligent und urkomisch.
  • Kino-Dekadenz
    Auch wenn ich hier „nur so halb“ im Urlaub bin, gönne ich mir doch ein paar schöne Auszeiten. Gestern zum Beispiel eine Kinovorstellung am Nachmittag. Eigentlich wollten wir ja „Wonder Woman“ sehen, aber dafür gab es nur noch Plätze in der ersten Reihe. Deswegen sind wir auf „Baywatch“ umgeschwenkt. Sehr albern, aber lustig. Das Beste aber war das Kino, in dem wir waren: Da konnte man die Sitze zurückfahren, eine Fußstütze hoch – wie zuhause auf dem Sofa. Ein kleines Klapptischchen fürs Popcorn und Halterungen für die XXL-Getränkebecher gab es natürlich auch.
  • Film-Vorfreude
    Apropos Kino: Wenn ich zurück bin in München, beginnt bald das Filmfest München – meine Lieblingswoche des Jahres. Ich bin schon eifrig dabei, mir mit Hilfe des Festivalplaners mein Programm zusammenzustellen. Kino von morgens bis abends – ein Traum!
  • Zwei gute Stunden
    Eine Film-Empfehlung: Im Kleinstadtkino von Dedham, Massachusetts, habe ich mir, ebenfalls in einer Nachmittagsvorstellung, den Film Their Finest (deutsch: Ihre beste Stunde) angesehen. Ich dachte eigentlich, dass ich keine Zweiter Weltkrieg-Filme mehr sehen kann, aber das Thema, eine Frau, die ins Drehbuchgeschäft stolpert, hat mich interessiert, und Hauptdarstellerin Gemma Arterton mag ich auch sehr. Und dann wurde ich so richtig schön emotional durchgewalkt, wie ich es mag, und hatte zwei wirklich gute Stunden mit diesem Film. Ab 6. Juli auch in Deutschland zu sehen (und kurz vorher auf dem Filmfest München).
  • Ein Roman mit Boston-Flair
    Zufällig sehr passend: Ich hatte mir den Roman Since We Fell von Dennis Lehane auf den Kindle geladen, ohne zu wissen, dass der zu einem großen Teil in Boston spielt, wo ich mich gerade befand. Die Story: Eine Liebesgeschichte samt Psychothriller.
  • Kulinarische Nostalgie
    Diese Reise ist für mich auch ein „trip down memory lane“: Immer wieder schwappen Gedanken hoch an mein siebzehnjähriges Selbst, das damals zum Schüleraustausch hier ankam. Ganz eng verknüpft sind diese Erinnerungen mit dem Essen, das es damals gab. Aus dieser Zeit stammt zum Beispiel meine Vorliebe für Chocolate Chip Cookies, Tex-mex-Küche, Thanksgiving Dinner und mehr. Meine Gastschwester Melissa hat mir ein kulinarisches Willkommenspaket zusammengestellt, und darin befand sich außer einem Chocolate Chip Cookie-Mix und anderen Süßigkeiten auch ein Sixpack Sun Drop. Das ist eine neongelbe Limonade, die in den Südstaaten sehr beliebt ist, irre viel Koffein enthält und so ähnlich schmeckt wie Mountain Dew (falls das jemandem etwas sagt). Was habe ich die damals geliebt! In Concord gab es eine Sun Drop-Fabrik, die wurde jedoch letztes Jahr geschlossen, wie ich jetzt gelernt habe. Mittlerweile gehört die Marke zur Dr Pepper Snapple Group und ich habe mir Softdrinks total abgewöhnt. Aber für Sun Drop musste ich natürlich eine Ausnahme machen. Tja, was soll ich sagen: Die Erinnerung war besser als der tatsächliche Geschmack. Wie gut, dass sich manche Dinge eben doch ändern…
  • Kulinarische Neuentdeckungen
    In Massachusetts haben sie versucht, mich für Lobster Rolls zu begeistern, die lokale Spezialität. Bei Marvel’s Lunch Box in Hull gab’s ganz gute, aber mein neuer Lieblingssnack wird das nicht. Dann schon eher „Shrimp and Grits“, eine Südstaaten-Spezialität, die Melissas Mann Bary gestern Abend für uns gezaubert hat.
  • Yoga mal anders
    Auch wenn ich meine Yogalehrerin quasi dabei habe (in Form der Yogamour-DVDs von Bärbel Mießner), schnuppere ich doch gern mal in fremde Studios rein. Bei Yoga Now in Dedham muss man durch einen Coffeeshop gehen, um zum Übungsraum zu gelangen. Bei Inspired Change Yoga in Asheville bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen und musste eine Weile rätseln, warum die Lehrerin immer „Sayonara“ murmelte, nachdem sie uns in den nach unten schauenden Hund geleitet hatte. Bis ich dann darauf kam. Sie meinte: „Sigh out.“ – tief ausatmen. Das sollte man in der Tat nicht vergessen. Habt ein schönes Wochenende!

10 Dinge, die mir gerade gute Laune machen

Huch, ist tatsächlich schon wieder über ein Monat vergangen, seit ich das letzte Mal gebloggt habe? Na sowas. Da kam wohl das Leben in die Quere. Und schlechtes Wetter, schlechte Laune, die Arbeit, und, und, und. Aber es ist zwischendrin natürlich auch immer viel Schönes dabei. Und das soll hiermit wieder einmal gewürdigt werden.

  • Yoga mit Bärbel von Yogamour: Viel zu lange habe ich es nicht in ihre schöne Sonntagsstunde geschafft, jetzt war ich wieder dort, und es war so wunderbar. Sie ist einfach der Hit.
  • Adventsrituale: Was nicht fehlen darf: Dass ich genervt bin, weil meine Mutter im November schon wissen will, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Woher soll ich das denn wissen?! (Heimlich freue ich mich natürlich, dass ich einen Wunschzettel schreiben und mich vorfreuen darf.) Was auch nicht fehlen darf: Der schöne Kalender Der andere Advent, den sie mir jedes Jahr schickt. Besinnliches, Poetisches, vom Ersten Advent bis zum Dreikönigstag.
  • Ohrenwärmer: Fast 20 verschiedene Podcasts, die ich mehr oder weniger regelmäßig höre, sind mittlerweile auf meinem iPhone abonniert. Momentan mein Favorit: The Dinner Party Download, eine muntere „Arts & Leasure“-Sendung, in der die Moderatoren  Rico Gagliano und Brendan Francis Newnam mit Prominenten plaudern, Etikette-Fragen beantworten, über Essen reden und Musik und Cocktails vorstellen. Ziemlich runde Sache (auf Englisch).
  • Ein schöner Abend: Sehr viel Spaß hatten wir gestern beim Konzert von Lions Head im Backstage (bis auf das lange Anstehen draußen in der Kälte, kein Spaß). Gute Stimmung, schöne Ohrwürmer (wie When I Wake Up) und eine lustige Wortneuschöpfung von Sänger Iggy: „Schmerzkopf“.
  • Noch ein schöner Abend: Im imposanten Prinzregententheater gaben die Studenten der Bayerischen Theaterakademie das Musical Big Fish zum Besten (genau, wie der Film mit Ewan McGregor). Großartig! Das Filmdrehbuch stammt übrigens aus der Feder von John August, dessen Drehbuch-Podcast Scriptnotes ebenfalls zu meinen Lieblingen zählt.
  • Viele nette Abende: Zur Vorbereitung auf die vier neuen Folgen Gilmore Girls bei Netflix haben Mr. B und ich angefangen, die alten Staffeln (noch einmal) zu gucken. Fastfood, Kaffee ohne Ende, Liebesdramen und die absurd schnellen Dialoge von Lorelai und Rory – ein großer Spaß. Ob ich die neuen Folgen aber dann tatsächlich noch sehen will? Hmmm. Vielleicht doch lieber die schönen Erinnerungen behalten?
  • Souvenir I: Womit die Girls aber auf keinen Fall mithalten können: meiner allerliebsten Lieblingsserie of all time, Friends. Darum habe ich Mr. B den einwöchigen Urlaub in L.A. ohne mich auch sofort verziehen, als er mit einer Central Perk-Tasse (das Stammcafé der Friends) für mich zurückkam.
  • Souvenir II: Vom Zwischenstopp in London hatte er noch das britische Foodie-Magazin olive im Gepäck. Immer eine willkommene Lektüre.
  • New Kid On The Block: In meiner Nachbarschaft in Neuhausen hat ein neues Café (wieder)eröffnet: Der ehemalige Hollabusch ist jetzt das Marita Café (Schulstraße 34). Ich war noch nicht da, freue mich aber über den Neuzugang in der Hood.
  • Good Girls Revolt: Die Amazon-Serie, die uns bereits nach dem Piloten angefixt hatte, haben wir jetzt flott durchgeschaut. Die Story: In den 60ern gehen die Frauen beim Magazin News of the Week auf die Barrikaden, weil sie nicht selbst schreiben und Reporter sein dürfen, sondern nur den Männern unter die Arme greifen. Nach einer wahren Geschichte, spannend und eine Augenweide (die Kostüme! die Frisuren!). 

     

     

10 Dinge, die mir diese Woche (auf Maui) gute Laune machen

Aloha, ihr Lieben! Weil ich gerade im Urlaub bin und mir meine Kollegin „verboten“ hat, allzu viel Zeit im Internet zu verbringen, halte ich mich heute kurz. Aber ein bisschen was (mit)teilen möchte ich doch. Wer mir auf Facebook folgt, weiß es schon: Ich habe geheiratet. Hier in Maui, am Strand. Und da sind wir auch schon mittendrin, bei meinen Glücklich-Machern der Woche:

  • Heiraten. Den richtigen Mann, am richtigen Ort. Unsere Zeremonie am Ulua Beach wurde von einem hawaiianischen Reverend gehalten, der die Trauung eröffnete, indem er in alle vier Himmelsrichtungen in ein Muschelhorn blies. Das war anfangs so unwirklich, so unglaublich – und dann so warm und herzlich, das wir das Lächeln gar nicht mehr aus dem Gesicht bekamen. Glücklich, rundum.
    IMG_5846
  • Freunde und Familie. Auch wenn wir am anderen Ende der Welt waren, waren unsere Liebsten doch ganz nah: Weil sie gemailt, gesmst und sogar ein kleines Video von einem hawaiianischen Abend gedreht haben, den sie uns zu Ehren veranstaltet haben. Und als der Reverend dann noch sagte, dass es in Hawaii heißt, dass Freunde und Familie in Gedanken bei einem sind, wenn der Wind weht – und der Wind dabei um uns wirbelt – da habe ich dann doch ein paar Tränchen verdrückt.
  • Yoga am Morgen. Das Yoga-Studio Maui Yoga Path ist nur etwa 10 Minuten Fußweg entfernt von unserem Apartment in Kihei und bietet jeden Morgen um 7 Uhr eine Stunde „Sunset Yoga“ im Iyengar-Stil direkt am Meer an. Auch wenn es jetzt, wo der Jetlag überwunden ist, nicht mehr so leicht ist, so früh aufzustehen, lohnt es sich doch immer wieder. Allein für diesen Ausblick:
    IMG_5916
  • Der Gesang der Wale. Auf einer Whale Watching-Exkursion mit der Pacific Whale Foundation habe ich sie zum ersten Mal gehört, diese wunderbaren, außerirdischen Klänge, über ein Unterwasser-Mikrofon, das die Crew über Bord gehängt hatte. Und gestern am Strand wieder: Wenn man es schafft, tief genug unter Wasser zu tauchen und möglichst still zu sein, hört man die Wale singen. Irre!
  • Das Shaka-Zeichen. Die „Hang Loose“-Geste mit von der Faust ausgestrecktem Daumen und kleinem Finger ist hier tatsächlich total gebräuchlich: Immer wieder grüßen uns hier Menschen damit. Sehr lässig.
    Surferdude
  • Palmen. Sind das nicht einfach die ästhetischsten Bäume, die man sich vorstellen kann?
    Palmen
  • Ananas, Papaya, Melonen – all die herrlichen Früchte, die man hier so günstig bekommen kann (alles andere ist hier ganz schön teuer!). Und auch dem Weg zu den Seven Sacred Pools habe ich zum ersten Mal einen Ananas-Baum gesehen. Großartig!
    DSC01084 DSC01089
  • Fish Tacos. Am Big Beach gibt es sie frisch vom Jawz Taco-Truck auf die Hand. So lecker!
    DSC01139
  • Bier auf Hawaii. „In“ Hawaii müsste es eigentlich heißen, habe ich jetzt gelernt, weil Hawaii ein Staat ist. Aber „auf“ Maui. Und anders als es in dem bekannten Schlager heißt, gibt es hier jede Menge Bier. Mit lustigen Namen und in farbenfrohen Flaschen und Dosen. Manches wird sogar mit Ananassaft gebraut und würde mir zu Hause vermutlich überhaupt nicht schmecken. Aber hier, eiskalt, mit Blick auf den Himmel und ein paar Palmen, gibt es am Abend nichts besseres.
    DSC00660
  • Im Hier und Jetzt sein. Lange habe ich mich nicht mehr so frei und fröhlich gefühlt wie gestern beim Herumtoben in den Wellen am Poolenalena Beach: Zusammen mit dem frischgebackenen Ehemann hochhüpfen, wenn eine kleine Welle kommt, und untertauchen, um die großen Brecher über einen hinwegrauschen zu lassen: Ein Riesenspaß!

So, das war’s für heute. Ich schicke euch ein dickes Aloha und viele Grüße!

IMG_5849

 

10 Dinge, die mir diese Woche gute Laune machen

War es das scheußliche Wetter, der ständig graue Himmel, der Regen? Ich weiß nicht, was mir die letzten Tage so schlechte Laune gemacht hat – umso glücklicher bin ich, dass die jetzt erstmal weg zu sein scheint. Ein paar Gründe dafür:

  • Sonne. Und blauer Himmel. So lange nicht gesehen. Jetzt hier. Unfassbar. Wie toll! Bitte bleibt noch eine Weile!
  • Der Song „Rainman“ von Erlend Øye.
  • Dieses Sweatshirt, gesehen bei Deliciously Ella. Schon bestellt. Mein Weihnachtsgeschenk von mir an mich.
  • Noch ein Tipp von Foodbloggerin Deliciously Ella: ihr Hummus. Hammer! Wer hätte gedacht, dass Basilikum und Zitronensaft die perfekte Begleitung für Kichererbsen sind?
  • Am Sonntag ist der kürzeste Tag des Jahres! Das heißt, danach werden die Tage endlich wieder länger. Yippie.
  • Noch ein Grund, den kürzesten Tag des Jahres zu mögen: Das Arena Kino in München zelebriert ihn mit einem Kurzfilmtag. Der wunderbare Kurzfilm „Spielplatz“ meiner Freundin Tanja Bubbel ist auch im Programm. Und alle so: Yeah! 21.12., 21 Uhr, Hans-Sachs-Straße 7.
  • Das Buch „Big Little Lies“ von Liane Moriarty. So gut, dass ich gerade viel zu spät ins Bett gehe, weil ich immer noch eine Seite und noch eine lesen will, und morgens nichts weiter brauche, als eine Tasse Kaffee und dieses Buch. Die Autorin ist Australierin. In Rückblicken erzählt sie, wie es zu einem Todesfall beim Quizabend in der Pirriwee Public Grundschule kommen konnte, und wie sich ein Streit zwischen zwei Lagern von Müttern immer weiter hochgeschaukelt hat. (Wer sich das Buch auf den Kindle laden will, sollte nicht wie ich den Fehler machen, die günstige 1,64 € Version zu nehmen – dort werden nämlich viele Sonderzeichen falsch dargestellt. Man gewöhnt sich zwar dran, dass statt don’t dann don’t dasteht – aber nervig ist es doch… Also lieber 7,99 € in die „richtige“ Fassung investieren.)
  • Die neue Yin Yoga-DVD der zauberhaften Bärbel Mießner, die man jetzt bestellen (oder als App downloaden) kann. Das werde ich auch bald tun – aber erstmal heute Abend in eine live-Stunde bei Bärbel gehen. Life is good.
  • Die Tatsache, dass nur ein paar Schritte von meinem Büro die Patisserie Lehmann ihr zweites Geschäft aufgemacht hat. Ich war noch nicht drin, aber beim durchs Schaufenster-Linsen hat der Namensvetter schon einen sehr leckeren Eindruck gemacht…
  • Die Aussicht auf ein paar Tage ohne Arbeit. In letzter Zeit hatte ich nämlich eher das Gefühl, dass die sich gemäß Parkinson’s Law unendlich ausdehnt. (Das Gesetz besagt, dass die Arbeit immer genau so lange dauert, wie man ihr Zeit gibt – und da ich gerade sehr gut im Aufschieben war, hat sie sich bei mir immens ausgedehnt…)

P.S.: Liebe fellow WordPress-Blogger: Ein Freund hat mich auf eine Sicherheitslücke aufmerksam gemacht. Hier könnt ihr gucken, ob ihr davon betroffen seid.

 

 

Fernweh-Freitag: Schnipsel

Diese Rubrik habe ich in den letzten Wochen etwas vernachlässigt – höchste Zeit, sie wiederzubeleben! Da ich gerade fleißig am Ausmisten bin, sammeln sich hier diese Woche Schnipsel aus meinem Zeitschriften- und Zeitungsstapel. Was man so alles findet…

  • In der Grazia: Weil Fotografin Suzanne Heintz es leid war, ständig erklären zu müssen, warum sie eigentlich noch nicht verheiratet sei, und weil ihre Antwort „Eine Familie kann man sich nicht kaufen“ sie auf eine Idee brachte, startete sie das ironische Fotoprojekt „Life Once Removed“. Gemeinsam mit ihrer gekauften „Familie“, nämlich zwei Schaufensterpuppen (Mann und Kind) posiert Heintz auf ihren Familienfotos. So sieht man sie zum Beispiel mit entrücktem Lächeln vor dem Eiffelturm oder in einem Pariser Café. Damit will sie zeigen, dass jeder selbst entscheiden kann, wie das Leben aussehen soll, dass er lebt.
  • Gelesen in der Welt am Sonntag: Weniger sperrig ist die Reisebegleitung, die die Berliner Fotokünstlerin Kiki Kausch gewählt hat: Bei jedem Bild, dass sie in noblen Hotels rund um die Welt macht, muss ihre rote Handtasche zu sehen sein. Im Hotel de Rome in Berlin kann man noch bis Ende Juni in der Ausstellung „Personal“ ihre Werke sehen. Die Handtaschen-Fotoserie heißt „Follow The Red Bag“.
  • Entdeckt in der Laviva, kommt auf meine To-Do-Liste für den nächsten Hamburg-Besuch: Yoga an der Alster, zum Beispiel Donnerstagmorgen von 7.30-8.30 Uhr dem Bootssteg des Café Barca.
  • Im spannenden Sachbuch „Overwhelmed. Love, work and play when no one has time“ von Brigid Schulte schildert die Autorin einen Besuch bei den Initiatorinnen von Mice at Play in New York, die „Playdates“ für Frauen organisiert. Das sind aber keine Verabredungen, bei denen es darum geht, die Kinder zusammen spielen zu lassen, sondern Veranstaltungen, auf denen die Frauen selbst „spielen“, also entspannt Neues ausprobieren, Freizeit genießen, kreativ werden. Zum Beispiel, in dem sie lernen, Eiscreme selbst zu machen, auf eine erotische Schnitzeljagd durch Manhattan gehen oder sich in Trapez-Artistik versuchen. Cool – allerdings sind aktuell gerade keinen neuen Veranstaltungen angekündigt. Das wird doch nicht etwa eingeschlafen sein?
  • In der Zeit: Brisbane, die Hauptstadt des australischen Bundesstaates Queensland, die außerdem den unrühmlichen Titel der „Hautkrebs-Haupstadt der Welt“ trägt, lockt Menschen in den Schatten. Damit sie bei besonders hoher UV-Belastung nicht in der Sonne herumspazieren, gibt es im New Farm Park das Shade Cinema: Über Wifi-Sender in den Bäumen kann man sich mittels einer App aktuelle Kinofilme auf dem Smartphones ansehen – allerdings nur, so lange man sich wirklich im Schatten befindet, denn das misst die App auch. Super Idee!

Cape Town Diary #1: 36 Grad, und es wird noch heißer…

Die Spitze des Lion’s Head (auf dem Foto von gestern noch schön zu sehen) war heute Morgen in dichten Nebel gehüllt, in der Nacht hatte es geregnet. Wie angenehm! Nachdem wir gestern bei etwa 36 Grad in Kapstadt angekommen sind, sind die für heute angekündigten 26 Grad eine echte Erfrischung. Meinen Hitze-Flash habe ich heute trotzdem schon bekommen, weil ich mit Gia, unserer zauberhaften Gastgeberin, der Freundin, bei der wir diese Woche wohnen, in einer Hot Yoga-Stunde (38 Grad oder so) war. Uff! Wie schön, dass man hinterher immer bald vergisst, wie heftig und schrecklich heiß das ist, sonst würde ich das bestimmt nie wieder machen. Dazu Cape Town-Lektion Nummer 1: Wenn um dich herum alle aussehen wie Models – dann sind es wahrscheinlich auch welche. Die Saison für Mode-Shootings ist hier ja gerade in vollem Gang. Belohnt wurde ich für die Anstrengung mit dem guten Gefühl, jetzt endlich wirklich angekommen zu sein. Mein (ziemlich verschwitzter) Körper und mein (endlich stiller) Geist machten es sich in Shavasana am Ende der Stunde gemeinsam auf der Matte gemütlich.

CapeTown3
YOGALIFE Yogastudio
Kurse mit und ohne „heiß“, z.B. Bikram, Vinyasa und Flow-Stunden. Drop-in-Preis: 90 Rand. Wöchentlich gibt es auch einige kostenlose Beginner classes. Stunden ab 6 Uhr morgens bis 19.30 Uhr.
Matte und Handtuch (um es auf die Matte zu legen) kann man gegen Gebühr leihen
127 Waterkant Street,
De Waterkant, Cape Town, 8001
yogalife.co.za

Om

Mehr kann ich gar nicht sagen. Mehr muss ich vielleicht auch gar nicht sagen. Nur, dass die Sonntagsbäckerei heute leider ausfallen muss. Nächste Woche dann wieder. Heute genieße ich einfach mal die Sonne und die Yogastunden mit Blick aufs Meer. Das Bild oben ist gestern beim Sonnenuntergang vor der Villa Mandala entstanden.